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Darmgesundheit: Was tun? Tipps und Tricks

Darmgesundheit: Was tun? Tipps und Tricks

Darmgesundheit: Was tun? Tipps und Tricks

Die Darmgesundheit ist ein brandaktuelles Thema, mit dem sich in den letzten Jahren die meisten wissenschaftlichen Studien befasst haben. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass der Gesundheitszustand der Darmflora (man spricht auch vom „Mikrobiom“ als der Gesamtheit der im Darm lebenden Mikroorganismen) im Guten wie im Schlechten zahlreiche Körperfunktionen und damit Ihre Allgemeingesundheit beeinflusst. Ein Darm-Mikrobiom, das nicht im Gleichgewicht ist, spielt nicht nur in Hinblick auf die Verdauungsgesundheit eine Rolle – es kann auch verheerende Konsequenzen für Ihre emotionale Gesundheit, Ihr Gewicht oder Ihre Haut haben und sogar ernsthafte, chronische Autoimmunerkrankungen nach sich ziehen.

Wenn Ihre Darmgesundheit nachlässt, mag das mit den europäischen Standard-Ernährungsgewohnheiten zusammenhängen, mit ihrem niedrigen Anteil an fermentierten Nahrungsmitteln und der exzessiven Verwendung von Antibiotika und anti-bakteriellen Produkten.

Welche Rollen spielen Darmbakterien bei der Darmgesundheit?  

Viele Menschen glauben, dass Bakterien – und zwar alle Bakterien – schädlich sind. Das entspricht aber keineswegs der Wahrheit. Unsere Umgebung ist voll von Bakterien. Ihr Körper und alles, was Sie berühren, sind mit Bakterien bedeckt. In Ihrem Verdauungstrakt leben zwischen 400 und 500 Bakterienarten, die zusammen etwa 1,5 kg Ihres Körpergewichts ausmachen.

Unter idealen Umständen werden potenziell gefährliche und gesundheitsschädliche Bakterienstämme unter diesen Arten von nützlichen Bakterien in Schach gehalten. Nur dann, wenn bestimmte „schlechte“ Bakterien sich unkontrolliert vermehren, bekommen wir Probleme. Diese können einfacher Natur sein (wie z.B. Durchfall) oder so komplexe und ernsthafte Ausmaße annehmen wie eine systemische Infektion.

Es gibt keine Möglichkeit, alle potenziell gesundheitsschädlichen Bakterien aus der Umwelt zu entfernen, und das wäre auch nicht ratsam. Für den Menschen ist es wichtig, dass das Gleichgewicht zwischen „schlechten“ und „guten“ Bakterien aufrechterhalten wird, nicht nur in unserer Umwelt, sondern auch in unseren Körpern selbst. 

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Der Darm als Ursache vieler Probleme 

Der menschliche Darm ist ein warmer, feuchter und nährstoffreicher Ort, dem es an Sauerstoff und starken Verdauungssäften fehlt – ein idealer Ort, damit Bakterien wachsen und gedeihen können. Wenn Sie die heutigen Ernährungsgewohnheiten unserer Gesellschaft bedenken (wenig Ballaststoffe und ein Übermaß an Zucker, Salz und raffinierten Nahrungsmitteln), werden Sie sicher verstehen, dass pathogene Bakterien im Darm einen leichten Stand haben. Das wird aber noch schlimmer; denn wir essen immer weniger Gemüse, gesunde essenzielle Fettsäuren (wie man sie in bestimmten Fischarten wie Lachs, Makrele oder Hering findet) und Leinsamen.

Das führt zu einem Ungleichgewicht der Darmflora. Und das wiederum fördert das Wachstum gesundheitsschädlicher Bakterien, die pausenlos Giftstoffe in unser System einbringen. Unser Immunsystem muss also Überstunden machen, um die Dinge einigermaßen unter Kontrolle zu halten. 

10 untrügliche Zeichen, dass Ihre Darmgesundheit nachlässt: 

  1. Verdauungsschwierigkeiten in Form von Blähungen, Durchfall, Reizdarmsyndrom, Sodbrennen, schlechtem Atem etc.
  2. Häufige Pilzinfektionen
  3. Allergien
  4. Heißhunger auf Süßes
  5. Unerklärliche Gewichtszunahme
  6. Hautprobleme wie Akne, Ekzeme, Schuppenflechte, Nesselausschläge
  7. Depressionen
  8. Gelenksschmerzen
  9. Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten
  10. Verhaltensstörungen

Diese Symptome deuten klar darauf hin, dass die Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten ist. Tun Sie umgehend etwas für Ihren Darm - denn daran hängen ganze 80 % Ihres Immunsystem!

Geht es Ihrem Darm gut - geht es Ihnen gut.

Wie Sie Ihr bakterielles Gleichgewicht im Darm aufrechterhalten 

Eine Maßnahme zur Wiederherstellung des bakteriellen Gleichgewichts sind Probiotika. Das sind nützliche Bakterien, die dabei helfen, Ihren Darm sozusagen zurückzuerobern und das Mikrobiom wieder zum Blühen bringen, was eine wirksame Strategie gegen gefährliche Organismen darstellt. Nehmen Sie also zusätzlich Probiotika – entweder in Form von Kapseln oder fermentierten Nahrungsmitteln wie Kefir, Joghurt, Sauerkraut, eingelegtem Gemüse, Kimchi und Kombucha-Tee.

Probiotika benötigen Präbiotika – Nahrung, die den gesunden Darm „füttert“ und dabei hilft, die Darmgesundheit wiederherzustellen bzw. aufrechtzuerhalten. Präbiotische Fasern wie Inulin und Arabinogalaktan finden sich reichlich in Artischocken, Lauch, Zwiebel, Bohnen, Knoblauch, Spargel, Karotten und Okra.

Auch zahlreiche andere Faktoren können die bakterielle Flora im Verdauungstrakt verändern: Stress, Ernährungsumstellungen, kontaminierte Nahrung, mit Chlor versetztes Wasser u.a. Um auf jeden Fall auf der sicheren Seite zu sein, sollte zumindest einmal pro Tag probiotische Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden – selbst an Tagen, an denen Sie fermentierte Nahrung zu sich nehmen. 

4 Strategien für Ihre Darmgesundheit

Wie Probiotika Infektionen, Grippe oder Erkältungen verhindern können 

Strategie 1: Probiotika für ein gesundes Immunsystem

Wenn Ihr Immunsystem geschwächt ist, ist es für Sie viel schwieriger und dauert auch viel länger, sich von einfachen Krankheiten wie Erkältungen und Grippe, aber auch von Infektionen und chirurgischen Eingriffen zu erholen. Die Einnahme von Antibiotika bringt dabei das natürliche bakterielle Gleichgewicht durcheinander, denn wirksame Antibiotika töten zwar die „schlechten“ Bakterien, die das jeweilige gesundheitliche Problem verursacht haben, aber auch viele der „guten“ Bakterien, von denen Ihr Körper abhängig ist. 

Dr. Stefano Guandalini, Professor für Pädiatrie und Gastroenterologie an der Universität von Chicago, meint dazu: „Das Immunsystem wird von pathogenen Organismen nicht genügend herausgefordert. Man geht davon aus, dass die Einnahme von nützlichen Bakterien in Form von Probiotika das Immunsystem auf eine gesunde Weise herausfordert.“ 

Strategie 2: Probiotika und Durchfall-Prävention

Ein Drittel der verschriebenen Antibiotika können Durchfall verursachen, und die Vorzüge von Probiotika haben sich bei der Behandlung dieser Nebenwirkung als extrem erfolgreich erwiesen. Eine Analyse des Journal of the American Medical Association von mehr als 80 zu diesem Thema durchgeführten Studien kam zu dem Ergebnis, dass Probiotika durch Antibiotika bedingten Durchfall um 42% reduzieren.

Eine Studie der Universität Yale untersuchte die Effektivität von Probiotika in Hinblick auf viele körperliche Systeme. Dabei wurde ein positiver Effekt auf die Durchfall-Prävention beobachtet, bei der Regulierung des Immunsystems, bei der Behandlung und Prävention von Ekzemen und in Bezug auf die Linderung und Reduktion von Verdauungsstörungen.

Eine weitere Studie zeigte, dass 19% von etwas mehr als 600 Kindern, denen im Zuge der Tagespflege ein probiotisches Joghurt-Getränk verabreicht worden war, weniger anfällig für Ohreninfektionen, Erkältungen, Durchfall und Halsentzündungen waren. 

Strategie 3: Probiotika im Kampf gegen Infektionen

Anlässlich einer Studie des chinesischen North Sichuan Medical College fanden die Forscher heraus, dass das Immunsystem von Patienten, die an traumatischen Hirnverletzungen litten, beeinträchtigt und nicht länger in der Lage war, Infektionen zu bekämpfen.

Jenen Patienten, denen über eine Sonde Probiotika verabreicht worden war, erholten sich schneller und verbrachten weniger Zeit auf der Intensivstation als Patienten, die auf die übliche Art behandelt worden waren. Die Körper der Probiotika-Patienten enthielten mehr antiinfektiöse T-Zellen, deren Mangel Personen mit angeschlagener Gesundheit anfälliger für Lungenentzündung und Sepsis macht.

Der Leiter der Studie, Prof. Jing-Ci Zhu, erklärt die Vorzüge einer erhöhten T-Zellen-Anzahl: „Die probiotische Therapie reduzierte die Zahl der Infektionen, die nach sieben Tagen eintraten, reduzierte die Anzahl der verschiedenen Antibiotika, die nötig waren, um die Infektionen zu behandeln und verkürzte die Zeitspanne, die die Patienten in der Intensivstation verbringen mussten.“

In der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences kommen Forscher zu dem Schluss, dass „gute” Darmbakterien den Weg vorgeben, wie der Körper mit Infektionen umgeht und wie wirksam er Viren bekämpft. Nützliche Bakterien helfen dem Immunsystem, schneller und effektiver gegen virale oder bakterielle Bedrohungen zu reagieren.

Die Zeitschrift The Cochrane Library veröffentlichte eine ähnlich gelagerte, chinesische Studie, die feststellte, dass Probiotika das Risiko für Infektionen der oberen Atemwege unter 3.400 Probanden um 12% verringerten.

Das British Journal of Nutrition fand heraus, dass Säuglinge, denen Bifidobakterium Lactios BB-12 verabreicht wurde, in ihrem ersten Jahr weniger Infektionen erlitten. 

Strategie 4: Probiotika für die Regulierung des Gemütszustandes

Prof. John Cryan und sein Team von der Universität Cork (Irland) haben herausgefunden, dass Probiotika bei Mäusen Angstzustände, Depressionen und Stress vermindern. Besonders das Probiotikum Lactobazillus Rhamnosus beeinflusst die chemischen Abläufe im Gehirn und verringert die Produktion von Stresshormonen. Das Team glaubt, dass „gute“ Darmbakterien mit dem Gehirn über den Vagus-Nerv kommunizieren. Prof. Cryan gab dazu folgende Erklärung: „Wir könnten Therapien entwickeln, die psychische Erkrankungen vom Darm ausgehend behandeln. Man könnte also ein probiotisches Joghurt anstelle eines Antidepressivums nehmen. [Unsere] Ergebnisse unterstreichen die wichtige Rolle von Bakterien in der Kommunikation zwischen Darm und Gehirn, und suggerieren, dass sich bestimmte probiotische Organismen bei stressbedingten Störungen als nützlich erweisen könnten.“

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