Deutschland
  • Austria
  • Sweiz
  • France

Haben Sie Fragen? 0800 3638426

0800 3638426


Mögen Sie es bitter? Wie gesund Bitterstoffe wirklich sind!

Mögen Sie es bitter? Wie gesund Bitterstoffe wirklich sind!

Mögen Sie es bitter? Wie gesund Bitterstoffe wirklich sind!

Vergessen Sie “Sauer macht lustig” - Denn bitter macht Gesund

Bittere Lebensmittel werden vor allem in der kulinarisch Welt häufig unterschätzt und schlechtgeredet, da ihr starker Geschmack wählerische Esser abschrecken kann. Aber was viele nicht wissen: bittere Lebensmittel und die darin enthaltenen Bitterstoffe wirken sich äußerst positiv auf unsere Gesundheit aus. 

In diesem Ratgeber erfahren Sie mehr darüber, wie Bitterstoffe das Risiko für diverse Krankheiten mindern können und wie Sie diese am besten zu sich nehmen.

Inhalt: 

Welche Wirkung haben Bitterstoffe?

Die Verdauung profitiert von Bitterstoffen

Bittere Lebensmittel unterstützen die Behandlung und Prävention des Leaky-Gut-Syndroms (Durchlässiger Darm)

Bitterstoffe stärken den Mikroorganismus

Bitterstoffe unterstützen die Gewichtsreduktion

Bittere Lebensmittel helfen bei der Prävention von Diabetes und der Senkung des Cholesterinspiegels

Verlangsamung des Alterungsprozess durch bittere Lebensmittel

Wie Sie Bitterstoffe am besten zu sich nehmen

bittere-lebensmittel

Welche Wirkung haben Bitterstoffe?

Bitter schmeckt nicht jedem und auch wenn bittere Lebensmittel vielleicht nicht zu den beliebtesten Produkten gehören, so zählen sie sicherlich zu den nahrhaftesten. 

Bitterstoffe sind chemische Verbindungen, welche unsere Bittergeschmacksrezeptoren aktivieren. Das löst eine Vielzahl von Signalereignissen aus, welche zur Freisetzung von Neurotransmittern führen. Diese aktivieren wiederum bestimmte Teile des Gehirns und erzeugen parasympathische Regulation

Der “Bitter-Reflex”, wenn Sie ein Lebensmittel mit Bitterstoffen zu sich nehmen, wird durch das Hormon Gastrin vermittelt, welches die Verdauungsfunktion stimuliert. 

Doch nicht nur Ihre Verdauung profitiert von den Bitterstoffen, sie stärken auch Ihre Abwehrkräfte, helfen beim Abnehmen und verlangsamen den Alterungsprozess.

1. Die Verdauung profitiert von Bitterstoffen

Seit Jahrhunderten verwenden Menschen bittere Nahrungsmittel zur Verdauung, um ein Festmahl zu beenden oder eine große Mahlzeit abzurunden. Interessanterweise deuten neuere Forschungsergebnisse darauf hin, dass bittere Nahrungsmittel die Sekretion von Speichel und Magensäure anregen können. Dadurch fördern sie eine gesunde Verdauung. Einige verwenden bittere Nahrungsmittel auch, um die Gallenbildung anzuregen. Die Galle ist eine Flüssigkeit, welche von der Leber produziert wird und Fette abbauen und verdauen soll.

Bitterstoffe regen außerdem die Produktion von Verdauungsenzymen an. Diese Enzyme sind, wie der Name bereits vermuten lässt, für die Verdauung und Aufnahme vieler Schlüsselnährstoffe im Körper verantwortlich. Dadurch kann die Aufnahme mehrerer wichtiger Vitamine und Mineralien, die für die Gesundheit wichtig sind, wie z.B. Kalzium, maximiert werden. Dies bedeutet, dass Sie sich besser vor Mangelerscheinungen und den damit verbundenen gesundheitlichen Folgen, schützen können. 

2. Bittere Lebensmittel unterstützen die Behandlung und Prävention des Leaky-Gut-Syndroms (Durchlässiger Darm)

Das Leaky-Gut-Syndrom (gastrointestinale Hyperpermeabilität) ist ein Zustand, bei dem Toxine, Bakterien und Nahrungspartikel aus dem Verdauungstrakt in den Blutkreislauf gelangen. Es kann zu einer Reihe von verschiedenen Symptomen des undichten Darms führen, von chronischer Entzündung bis hin zu Müdigkeit, Gewichtszunahme, Hautproblemen und Verdauungsproblemen.

Obwohl es viele verschiedene potenzielle Ursachen für undichte Därme gibt, sind Ernährungsmängel einer der häufigsten Auslöser, neben anderen Problemen, wie zum Beispiel einer beeinträchtigten Darmgesundheit. Das Hinzufügen einiger Portionen verdauungsfördernder bitterer Früchte und Gemüsesorten zu Ihrer täglichen Ernährung kann helfen, die Darmdurchlässigkeit zu schützen und zu erhalten, um das Risiko eines undichten Darms zu verringern. 

3. Bitterstoffe stärken den Mikroorganismus

Sie haben es sicher schon oft gehört, das Zentrum Ihrer körperlichen Gesundheit ist der Darm. In ihm befinden sich viele verschiedene Mikroorganismen, die fast jeden Aspekt der Gesundheit kontrollieren und beeinflussen. 

Der Vorteil von bitteren Lebensmitteln ist, dass sie einen hohen Anteil an Präbiotika besitzen. 

Präbiotika sind spezifische Arten von Ballaststoffen, die Energie für die nützlichen Bakterien in Ihrem Darm liefern. Durch eine nahrhafte Ernährung und die Ergänzung mit bitteren Lebensmitteln, können Sie sicherstellen, dass die gesunden Darmbakterien genügen Brennstoff bekommen. 

4. Bitterstoffe unterstützen die Gewichtsreduktion

Bitter ist das neue Süß! 

Eine weitere positive Wirkung, die bei der Einnahme von Bitterstoffen beobachtet werden kann, ist die Stimulation der Leber. Die Leberreinigung wird nämlich durch bittere Nahrungsmittel stark angeregt, was nicht nur zur Reinigung des Systems beiträgt, sondern auch das Verlangen nach süßen Nahrungsmitteln ausgleicht. Bitterstoffe sind ein natürliches Mittel, um den Appetit zu zügeln. Nimmt man bittere Lebensmittel zu sich, so stellt sich ein schnelleres Sättigungsgefühl ein. Zusätzlich wird das Verlangen nach Süßigkeiten gestillt. Man bleibt länger satt und kann einer Zuckersucht entgegensteuern. 

5. Bittere Lebensmittel helfen bei der Prävention von Diabetes und der Senkung des Cholesterinspiegels

Süße Nahrungsmittel wie Zucker, Süßigkeiten und sogar natürliche Sirupe können alle zu Fettlebererkrankungen und Typ-2-Diabetes führen, da ein Übermaß an Fruktose und einfachen Kohlenhydraten den Stoffwechsel stoppt und den Körper veranlasst, überschüssiges Fett einzulagern. 

Bitterstoffe tragen dazu bei, Ihre Leber in Bewegung zu halten. Dies ist notwendig, um die Giftstoffe regelmäßig aus dem Körper herauszuschleudern. Im Wesentlichen heißt das, dass bittere Lebensmittel dabei helfen, Ihre Hormone auszugleichen und durch das tägliche ausscheiden von angesammelten Giftstoffen kann der Cholesterinspiegel besser kontrolliert werden. 

6. Verlangsamung des Alterungsprozess durch bittere Lebensmittel

Botanische Bitterstoffe stimulieren die Produktion von Lipiden und Schutzproteinen in der Haut. Mit zunehmendem Alter entwickelt sich die Intensität unserer Bitterstoffrezeptoren. Studien zeigen, dass die Haut mit zunehmendem Alter mehr Bitterstoffrezeptoren entwickelt, um dem Dünnerwerden der äußeren Hautschicht entgegenzuwirken. Weiters führt die Kombination von Bitterstoffen mit Bitterstoffrezeptoren, die sich auf der Haut befinden, zu einem stärkeren Oberflächenstoffwechsel und einer gestärkten Hautbarriere. Die Haut setzt einen gesunden Regenerationsprozess fort, was zu natürlichen Anti-Aging-Effekten führt.

lebensmittel-bitter

Wie Sie Bitterstoffe am besten zu sich nehmen

Wie Sie bereits aus dem Ratgeber entnehmen konnten, ist es wichtig, bittere Lebensmittel in die Ernährung mit einzubauen. Nahrhafte Beispiele, die sich sehr gut in die alltägliche Küche einbauen lassen, sind zum Beispiel: Schwarzkümmel, Chicorée, Brokkoli, Grünkohl, Aubergine, Ingwer, Bittergurke, Grapefruit, Granatapfelextrakt, Cranberries, Kurkuma, Kardamom oder Safran. Zusätzlich gibt es verschiedene Kräuter, die ebenfalls reich an Bitterstoffen sind wie etwa echte Engelwurz, Löwenzahn, Wermut und Artischocken Blätter. Gersten - und Weizengraspulver sind ebenfalls reich an Bitterstoffen und können zum Beispiel in Smoothies gemischt, sehr gut zu sich genommen werden. 

Fazit:

Nicht umsonst heißt ein altes Sprichwort, “Eine gute Medizin schmeckt dem Gaumen bitter”. Bitterstoffe bringen uns und unserer Gesundheit sehr viel Gutes und stärken vor allem unsere Verdauung. Durch die Mikroorganismen die im Darm vorzufinden sind, beeinflussen bittere Lebensmittel dennoch weitaus mehr, wie etwa den Abnehm-Prozess, den Alterungsprozess sowie unseren Blutzuckerspiegel. Integrieren Sie die nährstoffreichen Lebensmittel in Ihre Ernährung, um langfristig davon profitieren zu können. 

 

Quellen (in englischer Sprache): 

McMullen, M. K., Whitehouse, J. M., & Towell, A. (2015). Bitters: Time for a New Paradigm. Evidence-based complementary and alternative medicine : eCAM2015, 670504. https://doi.org/10.1155/2015/670504

Tordoff, M. G., & Sandell, M. A. (2009). Vegetable bitterness is related to calcium content. Appetite52(2), 498–504. https://doi.org/10.1016/j.appet.2009.01.002

Dandawate, P. R., Subramaniam, D., Padhye, S. B., & Anant, S. (2016). Bitter melon: a panacea for inflammation and cancer. Chinese journal of natural medicines14(2), 81–100. https://doi.org/10.1016/S1875-5364(16)60002-X 

 Lu, P., Zhang, C. H., Lifshitz, L. M., & ZhuGe, R. (2017). Extraoral bitter taste receptors in health and diseaseThe Journal of general physiology149(2), 181–197. https://doi.org/10.1085/jgp.201611637

Turner, A., Veysey, M., Keely, S., Scarlett, C., Lucock, M., & Beckett, E. L. (2018). Interactions between Bitter Taste, Diet and Dysbiosis: Consequences for Appetite and ObesityNutrients10(10), 1336. https://doi.org/10.3390/nu10101336

Drewnowski. A., Gomez-Carneros, C. Bitter taste, phytonutrients, and the consumer: a review, The American Journal of Clinical Nutrition, Volume 72, Issue 6, December 2000, Pages 1424–1435, https://doi.org/10.1093/ajcn/72.6.1424

 

 
Diese beiträge könnten sie auch interessieren:
Darm-Hirn-Achse: Wieso wir Schmetterlinge im Bauch haben
Hatten Sie schon einmal “Schmetterlinge im Bauch”? Oder haben Sie auf Ihr “Bauchgefühl” ...
Machen uns Antibiotika anfälliger für Grippeviren?
Es wird wieder kälter. Und mit dem Wetterumschwung werden wir wieder anfälliger für Erkältungen ...
Leaky-Gut Syndrom - Wenn Ihr Darm undicht ist
Haben Sie schon einmal vom Leaky-Gut Syndrom gehört? Genauso ungesund wie der Name “Durchlässiger ...
Warum Vitamin B12 so wichtig ist!
Sie fühlen sich von Zeit zu Zeit erschöpft, energielos und schwach? Möglicherweise ist ...
Leserkommentare
Zu diesem Beitrag gibt es noch keine Leserkommentare. Schreiben Sie den ersten!