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Darm gut, alles gut

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Je gesünder Ihre Darmflora - desto stärker sind Ihre Abwehrkräfte

Eine gesunde Darmflora gilt als die effektivste Maßnahme, das eigene Immunsystem langfristig zu stärken. Denn ganze 80 % des Immunsystems befinden sich im Darm. Ist die Darmflora gesund und ausgewogen, reduziert sich das Risiko für chronische und akute Krankheiten signifikant. 

Gerät die Darmflora aber aus dem Gleichgewicht, sind wir anfälliger für Infektionen und leiden an Verdauungsstörungen. Besonders im Winter, wenn wieder mehr Viren unterwegs sind, ist das eine große Gefahr.

Genau jetzt sollten Sie also anfangen, Ihre Darmflora aufzubauen, um Ihr Immunsystem langfristig zu stärken und auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Dann haben Viren, Bakterien und Co. schlechte Karten!

➤ 80 % Ihres Immunsystems befindet sich im Darm!

Was ist die Darmflora genau?

Die Darmflora beschreibt im Grunde genommen alle Mikroorganismen im menschlichen Darm. Dabei wird zwischen nützlichen und schädlichen Bakterien unterschieden. Enthält die Darmflora mehr nützliche Bakterien, spricht man von einer gesunden Darmflora. Ihre Aufgabe ist es, die Darmschleimhaut dicht zu besiedeln und so eine Barriere gegenüber Krankheitserregern und Co. zu bilden. 

Neben seiner wichtigen Funktion als natürliche Barriere ist die Darmflora auch mit der Verstoffwechselung unserer Nahrung beschäftigt. So können durch eine gut funktionierende Darmflora Nährstoffe optimal aus der Nahrung verwertet und dem Körper zur Verfügung gestellt werden. 

Unsere Darmflora arbeitet aber nicht nur für sich, sie ist auch mit unserem Gehirn über die sogenannte Darm-Hirn-Achse verbunden. Leiden wir an einer gestörten Darmflora, kann dies mitunter psychische Krankheiten und Probleme begünstigen.

➤ Ist Ihr Darm nicht gesund, sind Sie es auch nicht!

Das Gleichgewicht ist in Gefahr …

Aufgrund verschiedener Faktoren, kann es leider sehr leicht passieren, dass unsere Darmflora aus dem Gleichgewicht gerät. Es kommt zu einer Dysbiose, also einem Zustand, in dem der Anteil an schädlichen Bakterien überwiegt und Krankheiten begünstigt. 

Sehr schädigend sind beispielsweise:

  • eine ungesunde Ernährung mit viel Zucker und wenig Ballaststoffen
  • Alkohol und Drogen
  • Stress
  • Medikamente wie Antibiotika, Säureblocker oder Entzündungshemmer 
  • Darminfektionen wie Magen-Darm-Grippe oder Parasiten 

Das Problem Dysbiose

Das Problem dabei ist, dass dank der Dysbiose die körpereigene Abwehr automatisch geschwächt wird und schädliche Bakterien, Parasiten und Viren ein leichtes Spiel haben.

Und nicht nur das – auch andere Krankheiten wie Diabetes&Übergewichtentzündliche Darmerkrankungen und Allergien stehen in Verbindung mit einer Dysbiose.

Probiotika gelten als die effektivste Methode, um die Darmmikrobiota positiv zu verändern und ein neues Gleichgewicht in der Mikro-Darmflora herzustellen.

➤ Viren fühlen sich in der kalten Jahreszeit pudelwohl!

So bauen Sie Ihre Darmflora wieder auf:

1. Darmflora aufbauen mit Probiotika

Was sagen aktuelle Studien?

Um die Darmflora und somit das Immunsystem aufzubauen, eignen sich Probiotika und Präbiotika Studien zufolge optimal.

  • 2009 wurde eine Studie mit Kindern durchgeführt, bei der die Teilnehmer für die Dauer von 6 Monaten täglich Probiotika einnahmen. Die Ergebnisse waren eindeutig. Sie zeigten eine signifikante Reduktion von Fieber, Husten und laufender Nase, zudem konnte der Antibiotika-Verbrauch um über 80 % reduziert werden. Allgemein zeigt diese Studie also, dass sich dank Probiotika das Immunsystem nachhaltig stärken und die Anzahl an Erkrankungen verringern lässt. 
  • Eine andere Studie aus 2018 erklärt, dass Probiotika die sogenannte epitheliale Abwehrfunktion verbessert und die intestinale Mikrobiota reguliert, was das Infektionsrisiko verringert
  • Experten gehen davon aus, dass Probiotika das Immunsystem jeder Altersgruppe stärken kann, auch das von älteren Menschen. Das besagt eine Studie aus 2014.

Darauf sollten Sie achten:

  • Die richtige Kombination aus Pro- und Präbiotika: Am besten eignet sich ein Synbiotikum, also einem Mix aus Probiotika und Präbiotika. Probiotika sind die nützlichen Bakterien und Präbiotika lösliche Ballaststoffe und dienen als Nahrung für die Bakterien.
  • Regelmäßige Einnahme: Nehmen Sie Pro- und Präbiotika täglich und regelmäßig auf, damit Sie langfristig davon profitieren.
  • Richtige Zusammensetzung: Ein gutes Synbiotikum enthält hoch dosierte Milchsäure- sowie Bifidokulturen.

2. Vermeiden Sie Störfaktoren

Wie erwähnt, gibt es viele Ursachen, die die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen können. Zu den wohl schlimmsten gehören:

  • Antibiotika: Der wahrscheinlich größte Feind einer gesunden Darmflora sind Antibiotika. Denn ihr Ziel ist es, Bakterien im Körper abzutöten. Dabei werden aber nicht nur die schädlichen Bakterien abgetötet, sondern auch die Guten. Das führt dazu, dass Sie nach einer Antibiotika-Therapie anfälliger für Infektionen sind. Ohne Unterstützung kann es bis zu 6 Monate dauern, bis sich die Darmflora selbst generiert. Deshalb sollten Sie Ihre Darmflora nach einer Therapie IMMER mit den nützlichen Bakterien aufbauen. Ein weiterer Nachteil von Antibiotika ist die Gefahr von resistenten Keime, die schwerwiegende Folgen mit sich bringen. 
  • Ungesunde Ernährung: Ebenfalls sehr schädlich ist eine ungesunde Ernährung mit viel Zuckerschlechten Fetten und wenig Ballaststoffen. In einer Studie konnte beobachtet werden, dass sich eine zucker- und fettreiche Ernährung negativ auf die Zusammensetzung der Darmflora auswirkt, sich die Barriere der Darmschleimhaut verringert und somit die Anfälligkeit für Infektionen erhöht. Optimal ist eine ballaststoffreiche, basische bzw. entzündungshemmende Ernährung. 
  • Stress: macht auf Dauer krank! Denn Stress wirkt sich direkt auf unsere Darmflora aus. Aber Stress zu vermeiden ist gar nicht so einfach. Beginnen Sie beispielsweise mit erprobten Techniken, um ihn systematisch abzubauen.

Fazit

Der einfachste und nachhaltigste Weg Ihr Immunsystem langfristig zu stärken, führt über die eigene Darmflora. Denn ganze 80 % des Immunsystems sind darin zu finden. Geht es dem Darm gut, geht es der Gesundheit gut. Fangen Sie also frühzeitig damit an, die nützlichen Bakterien Ihrer Darmflora zu fördern und so einer Infektion mit Viren, Bakterien und Parasiten vorzubeugen.

Genau JETZT ist die Zeit für den Aufbau Ihres Immunsystems!

 

Quellen (in englischer Sprache):

Martinez-Medina, M., Denizot, J., Dreux, N., Robin, F., Billard, E., Bonnet, R., Darfeuille-Michaud, A., & Barnich, N. (2014). Western diet induces dysbiosis with increased E coli in CEABAC10 mice, alters host barrier function favouring AIEC colonisation. Gut63(1), 116–124, doi.10.1136/gutjnl-2012-304119

Leyer, G. J., Li, S., Mubasher, M. E., Reifer, C., & Ouwehand, A. C. (2009). Probiotic effects on cold and influenza-like symptom incidence and duration in children. Pediatrics124(2), e172–e179, doi.10.1542/peds.2008-2666

de Vrese, M., & Schrezenmeir, J. (2008). Probiotics, prebiotics, and synbiotics. Advances in biochemical engineering/biotechnology111, 1–66, doi.10.1007/10_2008_097

Yaqoob P. (2014). Ageing, immunity and influenza: a role for probiotics?The Proceedings of the Nutrition Society73(2), 309–317, doi.10.1017/S0029665113003777

Zhou, B., Yuan, Y., Zhang, S., Guo, C., Li, X., Li, G., Xiong, W., & Zeng, Z. (2020). Intestinal Flora and Disease Mutually Shape the Regional Immune System in the Intestinal Tract. Frontiers in immunology11, 575, doi.10.3389/fimmu.2020.00575

Rodríguez-Nogales, A., Algieri, F., Garrido-Mesa, J., Vezza, T., Utrilla, M. P., Chueca, N., García, F., Rodríguez-Cabezas, M. E., & Gálvez, J. (2018). Intestinal anti-inflammatory effect of the probiotic Saccharomyces boulardii in DSS-induced colitis in mice: Impact on microRNAs expression and gut microbiota composition. The Journal of nutritional biochemistry61, 129–139, doi.10.1016/j.jnutbio.2018.08.005

Chen, Y., Li, Z., Tye, K. D., Luo, H., Tang, X., Liao, Y., Wang, D., Zhou, J., Yang, P., Li, Y., Su, Y., & Xiao, X. (2019). Probiotic Supplementation During Human Pregnancy Affects the Gut Microbiota and Immune Status. Frontiers in cellular and infection microbiology9, 254, doi.10.3389/fcimb.2019.00254

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