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GABA - ein wichtiger Neurotransmitter

GABA - ein wichtiger Neurotransmitter

GABA - ein wichtiger Neurotransmitter

GABA (Gamma Aminobuttersäure) ist der wichtigste inhibitorische Neurotransmitter im Hirn. Er beruhigt die Neuronen (Hirnzellen) und schützt unser Gehirn vor Reizüberflutung.

GABA wird auf natürliche Weise im Hirn gebildet und ist dort in fast allen Bereichen aktiv. GABA-Rezeptoren befinden sich außerdem im Darm: Darmbakterien verwenden die Substanz zur Kommunikation mit dem Hirn und beeinflussen so auch Ihre Stimmung. Bei GABA handelt es sich um eine wirkungsvolle Substanz, vor allem wenn Sie Ihren Schlaf und Ihre Stimmung verbessern oder Stress abbauen möchten. Sie können Ihre GABA-Werte mit natürlichen Mitteln steigern oder entsprechende GABA-Ergänzungspräparate einnehmen.

Im folgenden Artikel erfahren Sie alles über die Vorzüge und die Wirkungsweise des Neurotransmitters. Außerdem geben wir Ihnen Tipps zu den besten Ergänzungspräparaten und Gewohnheiten für ein glücklicheres, ruhigeres Leben.

Inhalt

Was ist GABA?

Bei GABA (Gamma-Aminobuttersäure) handelt es sich um eine Aminosäure, die im Gehirn gebildet wird. Sie agiert als Neurotransmitter und dient der Kommunikation zwischen den einzelnen Hirnzellen. Die Hauptaufgabe von GABA besteht darin, die Neuronenaktivität im Gehirn sowie im zentralen Nervensystem herabzusetzen. Dies wirkt sich auf vielerlei Weise im Körper aus:

  • fördert die Entspannung
  • lindert Stress
  • lässt Sie ruhiger werden
  • gleicht Ihre Stimmung aus
  • lindert Schmerzen
  • und fördert guten Schlaf.

GABA scheint für unsere allgemeine Gesundheit eine große Rolle zu spielen. Wie aber wird diese Aminosäure gebildet? Interessanterweise hat die Aminosäure ihren Ursprung in Glutamat, das während der Verstoffwechslung von Glukose entsteht. Glutamat ist eine Vorstufe in der GABA-Synthese. Die Bildung von GABA ist abhängig von der Fähigkeit des Hirns Glutamat mithilfe eines speziellen Enzyms namens Glutamatdecarboxylase (GAD) umzuwandeln.

GABA ist auch als Ergänzungspräparat verfügbar. Diese Präparate werden oft zur Senkung des Blutdrucks, zum Abbau von Stress und Ängsten sowie zur Förderung des Schlafes eingesetzt. Sportler nehmen sie häufig ein, um damit körpereigene Wachstumshormone zu stimulieren.

Gründe für eine Einnahme von GABA-Präparaten:

  • zur Förderung des Schlafes
  • zum Lösen von Ängsten
  • zur Verbesserung der Stimmung
  • zur Linderung von PMS-Symptomen
  • zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
  • zur Linderung von Schmerzen und Unwohlsein aufgrund von Verletzungen
  • zur besseren Gewöhnung an sportliche Aktivitäten
  • zur Senkung des Blutdrucks
  • zur Fettverbrennung
  • zum Aufbau von Muskelmasse

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Wie wirkt GABA?

GABA ist der wichtigste inhibitorische Neurotransmitter im Körper. Das bedeutet, dass die Aminosäure die Aktivität von Nervenzellen im Gehirn sowie im zentralen Nervensystem herabsetzt und dafür sorgt, das Gehirn und Körper „einen Gang zurückschalten“. Dadurch, dass die neuronale Aktivität gehemmt wird, fördert GABA gesunden Schlaf, lindert mentalen und physischen Stress, baut Ängste ab und versetzt uns in eine ruhige Stimmung. Außerdem spielt GABA eine wichtige Rolle in der Regulierung der Muskelspannung. Zusammen mit Glutamat, dem wichtigsten anregenden Neurotransmitter, trägt GABA entscheidend zur allgemeinen mentalen und physischen Homöostase bzw. Ausgeglichenheit bei.

GABA ist auch für ein gesundes Immun- und Hormonsystem wichtig und an der Regulierung unseres Appetits und Stoffwechsels beteiligt. Ebenso wird die Rolle der Aminosäure für unsere Darmgesundheit sowie Magen-Darm-Funktion erforscht. Offensichtlich fördert GABA die Motilität, kontrolliert Entzündungen, unterstützt das Immunsystem und trägt zur Regulierung der Hormonaktivität bei.

Welche Symptome treten bei einem GABA-Mangel auf?

Ein niedriger GABA-Spiegel kann zu folgenden Symptomen führen:

  • Ängste
  • chronischer Stress
  • Depressionen
  • Konzentrationsschwierigkeiten und beeinträchtigte Gedächtnisleistung
  • Muskel- und Kopfschmerzen
  • Schlaflosigkeit (Insomnie) und andere Schlafstörungen

Auch der Missbrauch von Drogen und anderen Substanzen kann die Aktivität des Neurotransmitters herabsetzen.

Viele Ärzte versuchen den GABA-Spiegel mittels eines Fragebogens zu verschiedenen Symptomen sowie einen Test zur Bestimmung der organischen Säuren zu ermitteln.  Zeigt ein Patient viele der oben genannten Symptome, wird der Test durchgeführt, um die Diagnose zu festigen.

Dabei handelt es sich um einen Urintest, der einen B6-Biomarker namens Pyridoxin im Visier hat.  Niedrige Werte deuten auf einen Mangel an B6 hin. Das bedeutet, dass Glutamat nicht in ausreichendem Maße in GABA umgewandelt werden kann.  Außerdem könnten die Werte von Homovanillinsäure (HVA), einen Dopaminmarker, bzw. Vanillinmandelsäure (VMA), einem Biomarker für Adrenalin, stark erhöht oder nur sehr schwach sein.

Sehr hohe Werte deuten auf die erhöhte Produktion von Stresshormonen hin, wodurch die Synthese von Glutamat in GABA vernachlässigt wird.  Niedrige Werte deuten auf eine erschöpfte Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-(HPA)-Achse hin.

Wie beeinflusst GABA unseren Schlaf?

GABA-Rezeptoren befinden sich im Hypothalamus, der u.a. für unseren Schlaf-Wach-Rhythmus verantwortlich ist. GABA befähigt den Körper und unseren Geist sich zu entspannen und einzuschlafen sowie die Nacht ungestört durchzuschlafen. Eine verminderte GABA-Aktivität steht mit Schlaflosigkeit und Schlafstörungen in Verbindung. In einer Studie stellten die Wissenschaftler fest, dass der GABA-Spiegel bei Patienten mit Insomnie fast 30 Prozent niedriger war als bei Probanden ohne diese Schlafstörung. Dieser niedrige GABA-Spiegel ging außerdem mit einem unruhigen Schlaf mit häufigem Aufwachen einher.

GABA wird natürlich im Körper gebildet und ist hauptsächlich dafür verantwortlich, die Aktivität von Neuronen im Hirn und im zentralen Nervensystem herabzusetzen, sodass der Körper zu tieferer Entspannung findet und Stress und Ängste gelindert werden. GABA als Ergänzungspräparat kann zu besserem Schlaf verhelfen, indem die Entspannung gefördert und Unterstützung beim Abbau von Stress und Ängsten geleistet wird.

GABA für besseren Schlaf

Die Wirkungsweise einiger pflanzlicher Präparate beruht darauf, dass sie die Aktivität von GABA erhöhen. Magnesium ist ein wichtiges Mineral und ein wichtiger GABA-Agonist. Das bedeutet, dass es sich an die GABA-Rezeptoren anheftet und diese so wie GABA aktiviert. Dies trägt nicht nur zur Stimulierung der GABA-Rezeptoren bei und unterstützt die Funktion von GABA, sondern stärkt auch die Zellmembranen.

Kann GABA bei Stress, Angst und Depression helfen?

GABA signalisiert dem Körper sich zu beruhigen. Wenn Sie Angst haben, reagieren Ihre Hirnzellen über und werden übermäßig aktiv. Das ist vergleichbar mit einem Kind, das zu viel Zucker isst. Bestimmte Neuronen gelten als GABAnische Neurone, setzen GABA frei und beruhigen diese Hyperneuronen.

Ihr Körper bildet und reguliert GABA auf natürliche Weise. Manchmal kommt es jedoch zu Fehlfunktionen, sodass der GABA-Spiegel sinkt und Ängste, Depressionen und Schlaflosigkeit zunehmen.

Chronischer Stress führt zu einem Anstieg des Cortisol-, Noradrenalin- und Adrenalinspiegels im Gehirn sowie im Körper.  Dadurch bildet der Körper vermehrt anregendes Glutamat und weniger GABA.

Zu viel Glutamat im Gehirn führt zu einer Übererregung der Hirnzellen. Außerdem fördert der Anstieg der Stresshormone die Zellaktivität und führt zu einer Überproduktion freier Radikale, die Hirnzellen schädigen und die GABA-Produktion noch stärker hemmen.

Hält diese stressige Situation lange an, führt dies zu einer Neuverknüpfung der Hirnzellen und einem funktionellen Defizit der GABA-Produktion.  Eine Änderung der Lebensweise sowie die Einnahme von GABA-Präparaten tragen dann mit der Zeit dazu bei, dass sich die Hirnzellen wiederum neu verknüpfen und im Gehirn GABA effektiv gebildet und verwertet wird.

GABA und Sport

Sportler können von einer Einnahme von GABA profitieren, außerdem Menschen, die schwerer körperlicher Arbeit nachgehen. GABA führt zu einem Anstieg des menschlichen Wachstumshormons im Körper und kann so zu mehr Muskelmasse und Kraft beitragen. Außerdem wird der Fettanteil im Körper gesenkt, was körperliche Aktivitäten erleichtert. Der Anstieg der Wachstumshormone geht mit mehr Muskelmasse einher.

Weitere Vorteile sind: verbesserte Gewichtsreduktion, verlangsamter Alterungsprozess sowie mehr Muskelmasse und schnellere Erholung nach Aktivität.

Wie bereits erwähnt, können GABA-Präparate einen Anstieg des menschlichen Wachstumshormons im Körper bewirken, was zu mehr Muskelmasse und schnellerer Erholung führt. Sportler, die mehr Größe und Kraft erlangen wollen, um sich in ihrer jeweiligen Sportart einen Vorteil zu verschaffen – oder einfach um stärker zu sein - können von GABA profitieren.

Unser Körper bildet mit fortschreitendem Alter immer weniger Wachstumshormone, sodass es immer schwieriger wird, an Stärke und Kraft zuzunehmen. Daher sollten Menschen ab Mitte 40 die Einnahme von GABA-Präparaten erwägen, um ihren Körperbau zu erhalten.

Sportler, die einen alterungsbedingten Leistungsabfall bei sich bemerken, sollten GABA täglich einnehmen.

Im Schnitt sind zwei bis drei Gramm GABA vor anstrengender körperlicher Aktivität ausreichend, um die Menge an Wachstumshormonen im Körper erheblich zu steigern. Dadurch wird auch die Leistungsfähigkeit gestärkt. Mehr Wachstumshormone im Körper bedeuten, dass sich dieser schneller von Anstrengung erholt und Sie daher wesentlich öfter trainieren können.

GABA gegen Diabetes

Menschen mit einem hohen Blutzuckerspiegel sowie einem erhöhten Risiko an Diabetes zu erkranken (aufgrund ihres Gewichts oder ihrer Familiengeschichte) können sich schützen, indem sie täglich 1.000 bis 1.500 mg GABA (Gamma-Aminobuttersäure) einnehmen. Darauf deuten Forschungsergebnisse der UCLA hin. Die Forscher berichten, dass die Aminosäure Entzündungen in der Bauchspeicheldrüse lindere. Dies sei entscheidend für die Insulinproduktion und somit für einen stabilen Blutzuckerspiegel.

Zwei Studien, die von einem internationalen Forschungsteam der Universität Uppsala in EBioMedicine veröffentlicht wurden, unterstreichen die Bedeutung des Neurotransmitters Beta-Aminobuttersäure (GABA) bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes.

GABA wird durch ein Enzym namens GAD aus der Aminosäure Glutamat in Nervenzellen, aber auch in den insulinproduzierenden Betazellen auf Pankreasinseln synthetisiert. GAD liegt in zwei Formen vor: GAD65 und GAD67. Bei Diabetes Typ 1 werden Beta-Zellen zerstört, während Diabetes Typ 2 mit einer beeinträchtigten Beta-Zellfunktion und Insulinresistenz verbunden ist. Diabetiker (Typ 1) weisen häufig Antikörper gegen GAD65 auf. Bis vor kurzem konnten Wissenschaftler keinen Zusammenhang zwischen GABA und Diabetes Typ 2 nachweisen. Dieser Nachweis ist mittlerweile gelungen und die Forschen konnten zeigen, dass GABA wichtig für die Aufrechterhaltung und möglicherweise auch für die Herstellung neuer Beta-Zellen ist.

Diese neuen Studien stärken die Rolle von GABA zur Behandlung von Diabetes (Typ 1 und Typ 2). Die Wissenschaftler nutzten Ionenkanäle, die GABA öffnet (GABA-Rezeptoren) als biologischen Sensor für GABA und konnten so die effektiven, physiologischen GABA-Konzentrationen in menschlichen Pankreasinselzellen bestimmen. Sie zeigten darüber hinaus, dass diese Ionenkanäle bei Diabetes Typ 2 empfindlicher auf GABA reagieren und dass GABA zur Regulierung der Insulinsekretion beiträgt.

Die Wissenschaftler isolierten daraufhin Immunzellen aus menschlichem Blut und erforschten die Auswirkungen von GABA auf diese Zellen. Sie entdeckten, dass GABA diese Zellen daran hinderte große Mengen entzündungsfördernder Moleküle auszuschütten.

7 Möglichkeiten zur Steigerung des GABA-Spiegels:

Damit der Körper GABA produzieren kann, benötigt er reichlich die Aminosäure L-Glutamin.  Diese wird zunächst in eine andere Aminosäure namens Glutaminsäure umgewandelt und danach in GABA.

Für diesen Prozess benötigt der Körper Zink, Vitamin B6 und Taurin.  Bei einem Mangel an einem oder mehreren dieser wichtigen Nährstoffe kann der Körper nicht genügend GABA bilden.

  1. Bessere Stressbewältigung: Beachten Sie die 8 Gewohnheiten, die in diesem Artikel erläutert werden. Sie lernen, wie Sie besser mit Stress umgehen und sich erholen.
  2. Entzündungshemmende Ernährung: Achten Sie auf Ihre Ernährung und setzen Sie entzündungshemmende Lebensmittel auf Ihren Speiseplan: vollwerte Bio-Lebensmittel mit reichlich Nährstoffen, die eine gesunde Funktion der Neurotransmitter fördern.
  3. Besserer Schlaf: Guter Schlaf steht ganz oben auf der Liste, wenn Sie Ihren GABA-Spiegel stärken wollen.
  4. Verbesserin Sie Ihre Darmflora: Konsumieren Sie reichlich fermentierte Lebensmittel, antimikrobielle und karminierende Kräuter wie Knoblauch, Zwiebeln, Oregano, Basilikum, Thymian, Pfefferminz, Ingwer usw. Damit stärken Sie insbesondere Ihre Darmgesundheit.
  5. Bittersalzbäder mit ätherischen Ölen: Durch Bittersalzbäder wird das Blut mit Magnesium angereichert, was für wohltuende Entspannung sorgt. Fügen Sie außerdem ätherische Öle wie Baldrian, Kava, Kamille, Lavendel, Zitronenmelisse und Passionsblume hinzu, die eine stärkende Wirkung auf den GABA-Spiegel haben.
  6. Atemübungen: Nehmen Sie sich die Zeit und konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung. Auch dies wirkt sich positiv auf Ihren GABA-Spiegel aus.  Drei Minuten die Stunde sind ausreichend. Atmen Sie fünf bis zehn Sekunden lang tief ein und danach fünf bis zehn Sekunden lang tief aus.
  7. Regelmäßige Bewegung: Regelmäßige Bewegung kommt sämtlichen Neurotransmittern zugute.  Personen mit einem geringen GABA-Spiegel sollten Bewegungen mit geringer Intensität durchführen, beispielsweise Spazierengehen sowie tiefes Atmen.  Auch Yoga ist gut zur Stärkung des GABA-Spiegels geeignet.

Ergänzungspräparate zur Steigerung des GABA-Spiegels

  • GABA:  Die Einnahme von GABA als Ergänzungspräparat kann positive Auswirkungen haben.  Man nimmt an, dass die Substanz zu groß ist und die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden kann. Allerdings ist die Blut-Hirn-Schranke bei vielen Menschen mit niedrigem GABA-Spiegel beschädigt, sodass die meisten sehr gut auf entsprechende Präparate ansprechen.  Nehmen Sie ein- bis zweimal täglich 100 bis 200 mg ein.
  • Magnesium:  Magnesiumhaltige Ergänzungspräparate tragen zur Stärkung des GABA-Spiegels bei. 
  • Vitamin-B-Komplex:  Ein Vitamin-B6-Mangel kann die Ursache für einen niedrigen GABA-Spiegel sein.  Nehmen Sie ein Vitamin-B-Komplex-Präparat mit zur Stärkung ein.
  • Probiotika:  Probiotika, die verschiedene Lactobazillen und Bifidobakterien enthalten, wirken sich ganz besonders positiv auf den GABA-Spiegel sowie auf Ihre Darmflora aus. Nehmen Sie 30 bis 100 Mrd. KBE täglich ein.
  • L-Glutamin:  Die Einnahme von L-Glutamin kann sich äußerst positiv auf den GABA-Spiegel auswirken.  Beginnen Sie mit vier bis fünf Gramm und beobachten Sie, wie Ihr Körper darauf reagiert. Wenn Sie das Präparat gut vertragen, können Sie die Dosis langsam auf zehn bis zwölf Gramm täglich steigern.
  • Bei zunehmender Reizbarkeit, Kopfschmerzen oder Ängsten im Zuge der Einnahme leiden Sie wahrscheinlich an einem Vitamin-B6- und/ oder Zinkmangel.  Ergänzen Sie entsprechende Präparate und nehmen Sie eine Weile etwas weniger L-Glutamin ein, bevor Sie zur ursprünglichen Dosis zurückkehren.
  • Taurin:  Dabei handelt es sich um eine Vorstufe von GABA mit ähnlicher Struktur. Die Substanz ist allerdings kleiner.  Im Hirn unterstützt sie die Aktivierung von GABA-Rezeptoren.  Nehmen Sie 300 bis 600 mg ein- bis zweimal täglich.
  • L-Theanin:  Die natürliche, bio-aktive, freie Aminosäure fördert die Entspannung.  L-Theanin verbessert die Bildung von GABA und verhilft Ihrem Geist zu wohltuender Entspannung ohne Schläfrigkeit.  Nehmen Sie 50 bis 100 mg ein- bis zweimal täglich.
  • Baldrian, Kava, Kamille, Lavendel, Zitronenmelisse und Passionsblume:  Diese Kräuter stärken die Bildung und Verwertung von GABA im Gehirn.  Verwenden Sie sie als Tee oder tragen Sie sie als ätherische Öle auf Ihrem Körper auf. Sie können Sie auch in einem Bittersalzbad oder in einem Diffusor verwenden.

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GABA in Lebensmitteln

Der Verzehr von Vitaminen aus vollwertigen Lebensmitteln, die die GABA-Funktion unterstützen, sowie von Lebensmitteln, die die mitochondriale Gesundheit fördern, ist eine gesunde Möglichkeit die GABA-Funktion im Hirn zu stärken. Vitamine und Verbindungen, die die Mitochondrienfunktion stärken, sind CoQ10, Ribose, Arginin, Vitamin C und viele weitere. Spinat, Brokkoli und Blumenkohl enthalten CoQ10; Kürbiskerne und Erdnüsse Arginin; Pilze enthalten Ribose; Zitrusfrüchte, Paprika und Rosenkohl Vitamin C. Dies alles sind großartige vollwertige Lebensmitteln, mit denen Sie Ihren GABA-Spiegel im Hirn stärken können.

GABA ist natürlich in grünem, schwarzem und Oolong-Tee sowie in fermentierten Lebensmitteln wie Kefir, Joghurt und Tempeh enthalten. Doch auch andere Lebensmittel enthalten GABA oder können die Produktion im Körper steigern, einschließlich Vollkorngetreide, Fava, Soja, Linsen und Bohnen, Nüsse einschließlich Walnüsse, Mandeln und Sonnenblumenkerne, Fisch, einschließlich Garnelen und Heilbutt, Zitrusfrüchte, Tomaten, Beeren, Kartoffeln und Kakao.

L-Theanin ist eine Aminosäure. Sie ist natürlich in grünem Tee enthalten und auch als Ergänzungspräparat verfügbar. L-Theanin stärkt die natürliche GABA-Produktion im Hirn. Sie können damit Stress lindern und ihre Stimmung verbessern. In Kombination mit Koffein stärkt die Aminosäure Ihre kognitiven Fähigkeiten.

Außerdem gibt es verschiedene Heilpflanzen, die die Aktivität von GABA erhöhen, indem sie als GABA-Rezeptoren-Agonisten wirken. Zu diesen Heilpflanzen gehören Helmkräuter, Baldrian, Passionsblume, Ashwagandha und Zitronenmelisse. Diese werden häufig zur Behandlung von Schlaflosigkeit und Ängsten empfohlen und sollen auch begleitend bei Krampfanfällen und Bewegungsstörungen wirksam sein. Viele dieser Pflanzen wirken als Adaptogen und kann dem Körper helfen, seine Stressreaktion zu modulieren. Stress kann die GABA-Vorräte erschöpfen und zu einem Ungleichgewicht der Stresshormone im Hirn führen.

GABA – Einnahme und Dosierung

Die folgenden Angaben basieren auf den Mengen, die in wissenschaftlichen Studien verabreicht wurden. Generell gilt, dass Sie mit einer geringen Dosis anfangen und diese bei Bedarf langsam erhöhen sollten.

Zur Förderung des Schlafes, bei Stress und Angstzuständen: 100-200 mg und mehr (in wissenschaftlichen Studien). Die individuelle Dosis und Dauer der Einnahme variiert von Person zu Person.

Gibt es Wechselwirkungen bei der Einnahme von GABA?

Viele Medikamente interagieren mit GABA bzw. GABA-Rezeptoren im Hirn. Sie verändern bestimmte Hirnfunktionen und fördern die Entspannung, lindern Schmerzen, bauen Stress und Ängste ab, senken den Blutdruck und verbessern den Schlaf. Barbiturate, Anästhetika, Benzodiazepine, Antidepressiva und Medikamente zur Behandlung von Krampfanfällen sind einige der Medikamente, die auf GABA abzielen.

Zusätzlich beeinflussen eine Reihe natürlicher Ergänzungspräparate die Aktivität von GABA, tragen zur Linderung von Stress und Ängsten bei, fördern Ausgeglichenheit und unterstützen den Schlaf. Baldrian und Hopfen, Magnesium und L-Theanin wirken sich allesamt auf die GABA-Aktivität im Hirn aus. Andere natürliche Ergänzungspräparate, die sich auf die GABA-Aktivität im Hirn auswirken können, sind zum Beispiel: L-Arginin, Kava (Rauschpfeffer), Passionsblume, amerikanischer Ginseng usw.

Dabei handelt es sich um geläufige Arzneien und Ergänzungspräparate, bei denen wissenschaftlich bestätigt Wechselwirkungen mit GABA auftreten. Falls Sie diese oder andere Medikamente oder Ergänzungspräparate einnehmen, sollten Sie unbedingt Rücksprache mit Ihrem Arzt halten, wenn Sie zusätzlich GABA einnehmen möchten.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Medikamente zur Senkung des Blutdrucks: GABA kann den Blutdruck senken. Wenn Sie GABA zusammen mit anderen blutdrucksenkenden Mitteln einnehmen, kann der Blutdruck zu stark abfallen.

Antidepressiva: Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt, falls Sie Antidepressiva einnehmen und zusätzlich GABA verwenden wollen.

Medikamente zur Beeinflussung der neuralen Aktivität: Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt, falls Sie Medikamente einnehmen, die die Hirnaktivität beeinflussen, und zusätzlich GABA verwenden wollen.

Wechselwirkungen mit anderen Ergänzungspräparaten

Kräuter und Präparate, die den Blutdruck senken: Da GABA den Blutdruck senken kann, sollten entsprechende Präparate nicht zusammen mit anderen Kräutern oder Präparaten eingenommen werden, die ebenfalls blutdrucksenkend wirken. Die Kombination entsprechender Produkte kann dazu führen, dass der Blutdruck zu stark sinkt.

Folgende Kräuter und Ergänzungspräparate wirken unter anderem blutdrucksenkend:

  • Kakao
  • Alpha-Linolensäure
  • Flohsamen (Psyllium) und andere Ballaststoffpräparate
  • Kabeljaulebertran
  • Magnesium
  • Calcium
  • Kalium
  • Folsäure
  • Coenzym Q10
  • L-Arginin
  • Knoblauch
  • Omega-3-Fettsäuren

Quellen (in englischer Sprache):

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