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Curcuma (Kurkuma) - das natürliche Schmerzmittel

Curcuma (Kurkuma) - das natürliche Schmerzmittel

Curcuma (Kurkuma) - das natürliche Schmerzmittel

Die aus Südostasien stammende Wurzel Kurkuma (Curcuma longaist mit der Ingwerwurzel eng verwandt. Viele kennen Kurkuma aus der indischen Küche, wo sie als Gewürz  in vielen Currygerichten verwendet wird, entweder in gemahlener und getrockneter Form oder – wie in Thailand – als ganze Knollen. In Indien wird Kurkuma schon seit langem als Färbe-, aber auch als Heilmittel gegen zahlreiche Erkrankungen eingesetzt. Zum Beispiel zur Behandlung von Wundinfektionen oder zur Stimulierung des Immunsystem bei Erkältungen bzw. Grippe.

Kurkuma

Die Heilwirkung von Kurkuma (Curcuma)

Kurkuma – besonders der in ihr enthaltene Wirkstoff Curcumin – ist Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Studien hinsichtlich einer relativ großen Zahl von Krankheitsbildern. Im Mittelpunkt der Forschung stehen dabei folgende potenzielle Heilwirkungen: 

  • Kurkuma wirkt krebshemmend, indem es die Mutation gefährdeter Zellen verhindert. Darüber hinaus wirkt es sowohl anti-oxidativ als auch – wie zahlreiche Studien belegen – entzündungshemmend, was positive Effekte auf die Allgemeingesundheit und besonders auf inflammatorische Erkrankungen wie Arthritis und Arthrose hat.
  • Als verdauungsförderndes Mittel stimuliert Kurkuma die Magensaft- und Gallebildung.
  • Bei Prädiabetes, Diabetes oder einem hohen Blutzuckerspiegel ergeben sich ebenfalls Einsatzbereiche, da Kurkuma die Insulinausschüttung positiv beeinflusst.

Anmerkung: Insulin ist ein in der Bauchspeicheldrüse gebildetes Hormon, das den Blutzuckerspiegel nach Aufnahme zuckerhaltiger Nahrungsmittel senkt.

  • Kurkuma senkt auch den Cholesterinspiegel, da es oxidativem Stress entgegenwirkt und den Fettabtransport verstärkt. Dadurch wird das „schlechte“ LDL-Cholesterin  zugunsten des „guten“ HDL-Cholesterins verringert, was das Risiko, an Arteriosklerose zu erkranken, vermindert.

Anmerkung: Typisch für Arteriosklerose sind Fettablagerungen in den Blutzellen, die zu Schlaganfällen und Herzinfarkten führen können.

  • Möglicherweise kann Kurkuma auch bei Morbus Alzheimer helfen; Studien haben gezeigt, dass bestimmte Alzheimer-PatientInnen nach einer Behandlung mit Kurkuma Verwandte wieder erkannt und sich außerdem die für die Krankheit charakteristischen, emotionalen Störungen gebessert haben. 

Die Heilwirkung von Curcuma (Kurkuma) in der Krebstherapie

Kurkuma KrebsDie Gesellschaft der Onkologie empfiehlt Kurkuma als Begleitung zur Krebstherapie, nachdem allein in diesem Bereich mehr als 3.000 Studien durchgeführt wurden.

Dabei wurden folgende positive Wirkungen erkannt: 

  • Kurkuma hemmt als Antioxidans die Entstehung von Krebs,
  • es verhindert die Mutation gefährdeter Zellen,
  • es hemmt die Entstehung und Ausbreitung von Metastasen,
  • es verhindert die Entwicklung von Blutgefäßen im Tumorgewebe,
  • es macht die Zellmembran der Krebszellen durchlässiger und unterstützt so Chemo- und/oder Strahlentherapien,
  • es aktiviert jene Gene, die für die Selbstzerstörung der Krebszellen verantwortlich sind.

Positive Wirkungen von Kurkuma bei verschiedenen Krebsarten 

  • Hautkrebs: Kurkuma (bzw. ihr Wirkstoff Curcumin) unterdrückt zwei Proteine, die die Selbstzerstörung von Krebszellen verhindern, wodurch letztere vermehrt absterben.
  • Darmkrebs: Curcumin verhindert die Entstehung von Darmpolypen, aus denen sich Darmkrebs bilden kann. Es bewirkt auch die die Rückentwicklung von Darmpolypen um bis zu  60% und eine Verringerung deren Größe auf die Hälfte.
  • Brustkrebs: Bei Brustkrebs hemmt Curcumin die Bildung von Metastasen und deren Streuung in die Lunge. Dabei wirkt es als Transkriptionsfaktor, der gewisse Gene sozusagen abschaltet und so die Bildung von Krebszellen unterdrückt.
  • Allgemein hilft Kurkuma bei Strahlentherapien, indem es eine Resistenz gewisser Zellen verhindert, was die Effektivität der Therapien verbessert. 

Die Wirkung von Kurkuma bei Entzündungen in Gelenken

Unter Entzündungen versteht man körpereigene Reaktionen auf schädliche Reize, die zu Schädigungen von  Zellen und Hautpartien führen können.

Entzündungen treten in verschiedenen Formen auf:

Lokale Entzündungen sind auf einem gewissen Bereich der Haut beschränkt, Folgeentzündungen können sich hingegen auf den ganzen Körper ausbreiten.

Man unterscheidet auch zwischen akuten Entzündungen, die nur kurz andauern, und den wesentlich langwierigeren chronischen Entzündungen, die oft nur schwer in den Griff zu bekommen sind.

Kurkuma kann bei allen diesen Indikationen eingesetzt werden – zum Beispiel als Salbe in Kombination mit Aloe Vera, die bei lokalen Entzündungen auf die betroffene Stelle aufgetragen wird (empfehlenswert nur bei leichten Entzündungen bzw. kleinen Schnittverletzungen.) 

Kurkuma Wirkung bei Arthritis

Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, die zu schweren körperlichen Beeinträchtigungen führen kann. Es liegt also nahe, die entzündungshemmende Wirkung von Curcumin bei der Behandlung von Arthritis zu nutzen.

Ein Beispiel: 2012 wurde in Indien eine Studie mit Personen, die an rheumatoider Arthritis litten, durchgeführt. Dabei wurden die insgesamt 45 PatientInnen in drei Gruppen aufgeteilt: Die erste Gruppe wurde mit  500 mg Curcumin, die zweite mit Diclofenac-Natrium, einem nichtsteroidalen Entzündungshemmer, die dritte mit einer Kombination aus beiden behandelt. Die beste Heilwirkung zeigte sich bei der ersten Gruppe, der ausschließlich Curcumin verabreicht worden war. 

Kurkuma Wirkung bei Arthrose

Arthrose ist eine nicht-entzündliche Gelenkserkrankung, die vorwiegend durch einen Abbau des Gelenksknorpels verursacht wird. Sie ist die häufigste Ursache für Gelenksschmerzen und betrifft bei den über 50-Jährigen bis zu 80 Prozent der Bevölkerung.

Auch hier ist eine Studie erwähnenswert, die an über 1.000 PatientInnen durchgeführt wurde, die wiederum in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Die erste Gruppe wurde schulmedizinisch mit herkömmlichen Entzündungshemmern behandelt, die zweite Gruppe bekam zusätzlich 200 mg Kurkuma verabreicht.

Das Resultat: Bei der zweiten Gruppe zeigte sich nach dem Ende der Studie eine signifikante Verbesserung der klinischen Symptome. Das ist insofern von Interesse, als Kurkuma in diesem Fall als Alternative zu den üblicherweise verschriebenen nicht-steroidalen Entzündungshemmern dient. Da diese nach längerer Einnahme gravierende Nebenwirkungen wie Herz/Kreislauf-Probleme bzw. Nieren-, Leber-, Magen- und Darm-Schäden aufweisen, ist eine alternative Behandlung mit der nebenwirkungsarmen Kurkuma unter Umständen sinnvoll. 

Kurkuma Kapseln

Die Wirkung von Kurkuma (Curcuma) als Schönmacher! 

Curcumin und die in der Kurkuma enthaltenen ätherischen Öle wirken sich auf die Beschaffenheit der Haut, der Haare sowie der Nägel unbestreitbar positiv aus. Auch das hängt mit seinen anti-entzündlichen bzw. anti-oxidativen Eigenschaften zusammen; während erstere verfrühter Hautalterung entgegenwirken, reduzieren letztere den oxidativen Stress und bekämpfen freie Radikale, was die Bildung von Falten in einem bestimmten Maß verringert.

Aus diesem Grund wird Kurkuma auch als Anti Aging-Mittel verwendet, dass Cellulite und schlaffem Gewebe vorbeugen hilft. Dazu stimuliert es die Kollagenbildung, strafft die Haut und stärkt die Haare. Da Kurkuma auch antiseptisch bzw. antibakteriell wirkt und die Talgproduktion verringert, kann sie auch dazu beitragen, das Hautbild bei Hautunreinheiten, Pickeln oder Akne zu verbessern. 

  • Kurkuma als Peeling 

Kurkuma eignet sich auch perfekt als Gesichts-Peeling. Die geeignete Mischung: Zu gleichen Teilen Kichererbsenmehl, Rohmilch oder Wasser und Kurkuma-Pulver. Die so gewonnene Paste wird mit kreisförmigen Handbewegungen aufgetragen; danach lässt man die Peeling-Maske trocknen und wäscht sie anschließend gründlich mit Warmwasser ab. Durch den im Kurkuma-Pulver enthaltenen Wirkstoff Curcumin wird das Gesicht geschmeidiger, während sich gleichzeitig die Poren verkleinern.

  • Kurkuma für die Haare

Kurkuma ist auch ein gutes Mittel gegen Schuppen. Zu diesem Zweck vermischt man es mit Olivenöl, trägt es 15 Minuten vor dem Duschen auf, lässt es einwirken und wäscht es danach gründlich mit Shampoo aus. Kurkuma liefert den Haarfollikeln wertvolle Nährstoffe und fördert die Blutgerinnung.

Anmerkung: Obwohl Curcumin ein intensiver Farbstoff ist, kann es sich auf der Haut nicht festsetzen (an Textilien hingegen schon). 

Die Wirkung von natürlichem Curcumin beim Abnehmen

Kurkuma  beziehungsweise dessen wertvoller Inhaltsstoff  Curcumin regt den Stoffwechsel an und verbrennt Fett. Auch das Wachstum von Fettzellen wird unterdrückt. Die in Kurkuma enthaltenen Bitterstoffe haben ebenfalls einen Effekt auf die Gewichtsabnahme. Bitterstoffe vermindern das Hungergefühl. Sie  gelten auch als natürliche Fettverbrenner, indem sie  das mit der Nahrung aufgenommene Fett zur Fettverbrennung und nicht zur Fettablagerung in den Hüften leiten. Kurkuma kann nur einen positiven Einfluss haben wenn der restliche Ernährungsplan und Trainingsplan einem angemessen Abnahmeplan entspricht. Die alleinige gewichtsreduzierende Wirkung  von Kurkuma besteht leider nicht.

 Kurkuma

Kurkuma reguliert die Verdauung

Kurkuma kann auch bei Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl, starken Blähungen, Druckgefühl im Bauch und verlangsamter Verdauung helfen. Das hängt damit zusammen, dass die in der Kurkuma enthaltenen Wirkstoffe die Produktion von Magensaft und Galle fördern – beispielsweise p-Tolymethylcabinol, das ein Bestandteil der erwähnten ätherischen Öle ist und in Bezug auf die Gallenflüssigkeit sekretionsfördernd wirkt. Dadurch wird die Verdauung angeregt und es bilden sich weniger Verschleimungen der inneren Organe. 

Kurkuma und Diabetes Mellitus Typ- 2

Diabetes Mellitus äußert sich in einem zu hohen Blutglukosespiegel. Dieser (auch „Blutzuckerwert“ genannt) liegt bei gesunden Menschen zwischen  80-135 mg/dl. Der Blutzuckerwert von Diabetikern liegt deutlich darüber, meist zwischen 100-200mg/dl. Der Grund dafür ist ein Mangel an Insulin, einem Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird („pankreatisches Hormon“) und den Blutzuckerspiegel nach jeder Nahrungsaufnahme auf ein normales Niveau bringt. Bei einigen Menschen ist die Insulinausschüttung oft über Jahre vermindert, was zu einem gesundheitsschädlichem Zuckerüberschuss und letztlich zu Diabetes führt, wenn das Insulin endgültig erschöpft ist und der Zucker nicht mehr abgebaut werden kann. Diesbezüglich gibt es auch einen Zusammenhang zwischen Diabetes und Übergewicht bzw. mangelnder körperlicher Betätigung.

Entsprechende Studien haben gezeigt, dass das Kurkuma-eigene Curcumin hohen Blutzuckerspiegel beeinflussen kann. Das muss übrigens nicht zwangsläufig etwas mit Diabetes zu tun haben, denn ein hoher Blutzuckerspiegel kann viele Ursachen haben – etwa Stresssituationen, schwere Verletzungen, Operationen, Infektionen, Verbrennungen, starke Schmerzen oder ein Herzinfarkt.

In einer dieser Studien wurden Menschen mit Prädiabetes (Insulinresistenz) getestet. Einer Gruppe wurden 250 mg Curcumin in einem Zeitraum von 9 Monaten verabreicht, der anderen Gruppe hingegen nichts. Am Ende der Studie konnte bei der Curcumin-Gruppe kein Prädiabetes mehr festgestellt werden, während 16 % der Vergleichsgruppe erhöhte Blutzuckerwerte aufwiesen. Das ist möglicherweise darauf zurückzuführen, dass Curcumin die Betazellen der Bauchspeicheldrüse, die für die Ausschüttung von Insulin verantwortlich sind, anregt. Dadurch wird einerseits Prädiabetikern mehr Zeit verschafft, Maßnahmen gegen die Insulinresistenz zu treffen, andererseits verringert sich für Diabetiker das Risiko von Folgeerkrankungen wie Schädigungen der Nerven und Blutgefäße, Stoffwechselstörungen, Osteoporose, Nierenschäden etc. 

Die Wirkung von Kurkuma bei Cholesterin

Ein zu hoher Cholesterinspiegel kann zu Arteriosklerose  (Arterienverhärtung) und dadurch zu  Herzinfarkten oder Schlaganfällen führen. Er lässt sich beispielsweise auf eine hohe Fettaufnahme, Stoffwechselerkrankungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente zurückführen.

Das Prinzip ist dabei folgendes: Fett wird im Körper entweder zu „gutem“ HDL- oder zu „schlechtem“ LDL-Cholesterin umgewandelt. Bei zu hoher Fettaufnahme lagert sich das LDL- Cholesterin im Blut an und kann zu Verstopfungen oder Verhärtungen der Arterien führen. Wird es nicht abgebaut, kann sich das Gefäß verschließen, was zu einem Schlaganfall oder sogar zu einem Herzinfarkt führen kann. Deswegen ist es erstrebenswert, den LDL-Cholesterin-Wert niedrig zu halten und den HDL- Cholesterinwert eventuell zu erhöhen.

Curcumin kann in dieser Hinsicht hilfreich sein. Eine diesbezügliche Studie hat gezeigt, dass es durch die Einnahme von 500 mg Curcumin innerhalb eines Zeitraums von sieben Tagen zu einer Senkung des Cholesterin- bzw. Triglyceridspiegels kam. Der Grund für diesen positiven Effekt hinsichtlich der Blutfettwerte ist offenbar die Fähigkeit von Curcumin, oxidativen Stress zu verringern. Dieser entsteht durch freie Radikale (jeweils ein Atom mit einem ungepaarten Elektron), die die Zellen angreifen und zerstören. Darüber hinaus verändern sie die Struktur der körpereigenen Fette, sodass diese nicht mehr abgebaut werden können. Das wiederum lässt den Cholesterinspiegel steigen und das Risiko, an Arteriosklerose zu erkranken, in die Höhe schnellen.

Mit Curcumin lässt sich diesem Prozess zumindest teilweise entgegenwirken. So haben Studien mit Ratten, denen Curcumin verabreicht wurde, gezeigt, dass auch nach einer fettreichen Nahrungsaufnahme die Cholesterinspiegel konstant niedrig waren. In einer weiteren kontrollierten Studie erhielten 75 PatientInnen mit akutem Koronarsyndrom (Erkrankung der Herzkranzgefäße)  zusätzlich zur Standardtherapie Curcumin in drei unterschiedlichen Dosierungen. Die Ergebnisse bestätigten vorausgehende Untersuchungen, wonach die Einnahme von Curcumin zu einer Reduktion von LDL-Cholesterin und Triglyceriden sowie zu einer Zunahme des HDL-Cholesterins führen. Beides wirkt Schädigungen der Blutgefäße entgegen.  

Kurkuma-Extrakt im Kampf gegen Alzheimer 

Kurkuma und Alzheimer

Hauptursache für die Alzheimer-Krankheit sind beta-amyloide Plaques, Eiweißablagerungen, die in gehäufter Form zwischen den Nervenzellen im Gehirn, genauer: der grauen Hirnsubstanz auftreten. Je größer ihre Dichte, desto schwerer die Krankheit. Das typische Krankheitsbild von Alzheimer ist eine graduelle Verschlechterung der kognitiven Leistung.

 

Interessant dabei ist, dass es Länder gibt, in denen die Krankheit deutlich seltener auftritt, etwa in Indien, was wiederum mit den Ernährungsgewohnheiten zusammenhängen könnte. In dieser Hinsicht haben Wissenschaftler schon früher vermutet, dass es zwischen der niedrigen Alzheimer-Erkrankungsrate und dem hohen Kurkuma-Konsum in diesem Land eine Verbindung gibt. In der Folge wurde natürlich versucht, diese Vermutung zu untermauern – so untersuchte ein japanischer Arzt drei Alzheimer-Patienten ein Jahr lang; dabei konnte er feststellen, dass die Verabreichung von Kurkuma einen positiven Effekt auf die für die Krankheit typischen emotionalen Störungen hatte und diese zumindest teilweise linderte. Zwei dieser Patienten gelang es nach erfolgter Kurkuma-Therapie sogar,  Angehörige wiederzuerkennen. Den Grund dafür sahen die Forscher in der Eigenschaft von Kurkuma (bzw. des Wirkstoffs Curcumin), die Plaque-Bildung im Gehirn zu verhindern. Dazu ist Curcumin entzündungshemmend, anti-oxidativ und entgiftend – Eigenschaften, die die Gedächtnisleistung selbst bei Demenz steigern. Darüber hinaus stimuliert Curcumin den Aufbau von Nervenzellen und trägt durch seine anti-oxidative Wirkung dazu bei, schädliche Oxidationsprozesse und die entsprechenden Entzündungsreaktionen zu vermeiden. 

Kurkuma hemmt die Bildung von Tumoren

Tumore sind Gewebeknoten (Gewächse), die sich aus abnormalen Zellen bilden. Man unterscheidet im Allgemeinen zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren.

In Bezug auf die Bildung von Tumoren unterbindet Curcumin als fettlöslicher Farbstoff  den Transkriptionsfaktor KappaB (NF-kappaB), der eine wichtige Funktion für das Überleben und die Therapieresistenz von Tumorzellen besitzt. Zudem beschleunigt es den Zelltod von Tumorzellen. 

Im Folgenden einige Beispiele: 

  • Kolorektales Karzinom: Curcumin hemmt das Überleben von Darmkrebszellen aller Wahrscheinlichkeit nach über die Hemmung des sogenannten mTOR-Signalweges.  Desgleichen verbessert es die Effizienz von Bestrahlungen, da es die Krebszellen für die Wirkung von Arzneistoffen wie beispielsweise Capecitabinen empfänglicher macht.
  • Pankreaskarzinom: Curcumin verstärkt den Effekt von Gemcitabin, dem bisher wirksamsten Chemotherapeutikum bei Bauchspeicheldrüsenkrebs.
  • Hypophysentumor: Im Zuge von Tierversuchen fanden Wissenschaftler heraus, dass Curcumin durch seine antitumorösen und antihormonellen Eigenschaften den Aufbau der Tumorzellen hemmt.
  • Ovarialkarzinom: Curcumin induziert offenbar den Zelltod von Tumorzellen bei Eierstockkrebs. Das könnte einen potenziellen Therapieansatz darstellen.
  • Prostatakarzinom: Auch bei Prostatakrebs zeigen sich antitumoröse Effekte.
  • Lungentumor: Curcumin induziert beim kleinzelligen Bronchialkarzinom die Selbstzerstörung der Krebszellen, wobei ein intrazellulärer Anstieg von ROS (reaktiven Sauerstoffspezies) gemessen wurde.

Kurkuma und Lebererkrankungen 

Personen mit einer akuten Lebererkrankung oder -entzündung, einer Gallenblasenentzündung oder Gallensteinen sollten Kurkuma nur in geringen Dosen einnehmen und darauf achten, dass die Höchstmenge von 1 bis 3 g pro Tag nicht überschritten wird. Bei einer Überdosierung von täglich 8 bis 12 g kann es auch bei gesunden Menschen zu einer Reizung der Magenschleimhaut kommen. 

Kurkuma und Magenschleimhautentzündung 

Auch Personen, die an einer akuten Magenschleimhautentzündung, Gastritis oder Magengeschwüren leiden, sollten Kurkuma nur begrenzt einnehmen. Beim – sehr seltenen – Krankheitsbild Idiopathische thrombozytopenische Purpura (ITP), einer Autoimmunerkrankung, die die Blutplättchen (Thrombozyten) betrifft, sollte Kurkuma weder als Nahrungsergänzungsmittel oder Geschmackverstärker noch als Färbemittel verwendet werden, da es unter Umständen zu lebensbedrohlichen Nebenwirkungen kommen kann. 

Kurkuma und Medikamenteneinnahme 

Speziell PatientInnen, die Antikoagulantien („Gerinnungshemmer“, also Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen) einnehmen, sollten vor der Einnahme von Kurkuma unbedingt einen Arzt konsultieren.

Die Inhaltsstoffe die Kurkuma so besonders machen

1)     Ätherische Öle 

Kurkuma enthält zwischen 5 und 7 % ätherische Öle. Dabei handelt es sich um schwer wasserlösliche Pflanzeninhaltstoffe, die vielfältige Wirkungen entfalten, weil sie zum einen mit Sauerstoff reagieren (Oxidation) und zum anderen mit Fetten („lipophil“).

Die in Kurkuma enthaltenen ätherischen Stoffe sind α-Tumeron und β-Tumeron. Wie alle ätherischen Öle gelten auch diese beiden als antimikrobiell, durchblutungsfördernd und stimmungsmodulierend. Dazu kommen in diesem Fall nachweisliche anti-oxidative und entzündungshemmende Eigenschaften.

Die ätherischen Öle sind auch für den leicht bitteren und scharfen Geschmack der Kurkumawurzel  verantwortlich sowie für deren euphorisierende und verdauungsanregende Wirkung.

2)     Curcumin 

Der deutsche Name der Kurkuma – Gelbwurz – leitet sich von Curcumin ab, einem natürlichen Farbstoff, der für die intensive gelbe Färbung der Pflanze verantwortlich ist. Curcumin zählt zu einer Gruppe von Hormonen, die als Cholekinetika bezeichnet werden und dafür bekannt sind, den LDL-Cholesterinspiegel zu senken.

Studien zeigen, dass Curcumin außerdem entzündungshemmend und darüber hinaus antikanzerogen wirkt. Es kann möglicherweise zur Prävention insbesondere von Prostatakrebs eingesetzt werden und hemmt auch, wie neuere Studien belegen, die Metastasenbildung bei Prostata- bzw. Brustkrebs. Neuerdings gibt es sogar Spekulationen darüber, dass Curcumin auch zur Behandlung von Morbus Alzheimer verwendet werden kann, da es die Ansammlung der für die Krankheit verantwortlichen Plaques in der grauen Hirnrinde verhindern oder zumindest verlangsamen hilft. 

Kurkuma aus dem Supermarkt? Die Qualitätsfaktoren

Unter Bioverfügbarkeit versteht man den prozentualen Anteil des Wirkstoffs einer Arzneimitteldosis, der unverändert im systemischen Kreislauf zur Verfügung steht. Die Bioverfügbarkeit beschreibt also die Geschwindigkeit und das Ausmaß, mit welchen ein Wirkstoff in den Blutkreislauf gelangt.

Kurkuma bzw. Curcumin besitzt eine geringe Bioverfügbarkeit. Es ist sehr schlecht wasserlöslich, wird nur ungenügend im Darm aufgenommen und sehr schnell abgebaut.

Aus diesem Grund kann über die im Handel erhältlich, herkömmliche Kurkuma nicht genügend Curcumin aufgenommen werden. Um die Bioverfügbarkeit zu steigern, empfiehlt es sich daher, Kurkuma in Kapselform zu sich zu nehmen. Auf diese Weise gelangt Curcumin in ausreichender Menge in den Magen/Darm-Trakt und kann dort seine vielfältige  Wirkung entfalten. Mit zwei Kapseln je 1 g / Tag wird der gleiche Curcumin-Spiegel erreicht wie mit 4 g herkömmlichen Kurkuma-Gewürzpulvers.

Aufgrund der schlechten Wasserlöslichkeit ist es sinnvoll, Kurkuma mit etwas Fett einzunehmen; das schließt Personen, die eine fettfreie Diät zu sich nehmen, naturgemäß aus. 

Kurkuma in der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda

Ayurveda bedeutet wörtlich  „Wissen vom langen Leben“. Es handelt sich um eine aus dem Himalaya stammende Gesundheitslehre, die eine Vielzahl von Heil- und Diagnoseverfahren beinhaltet und  in Indien tief verwurzelt ist. Ayurveda hat zahlreiche Anhänger und wird auch von vielen Medizinern hochgehalten und gefördert.

Grundsätzlich gibt es Ayurveda-Therapien und -Diäten; letztere setzten sich praktisch ausschließlich aus entzündungshemmenden und anti-oxidativen Nahrungsmitteln zusammen. Deswegen wird Kurkuma im Rahmen von Ayurveda-Diäten als „heißes Gewürz“ gern verabreicht, unter anderem deswegen, weil es einige Bitterstoffe enthält, die das Hungergefühl vermindern und die Verdauung fördern.

Die Nebenwirkungen von Kurkuma 

Bei zu hohem täglichen Verzehr von Kurkuma können durchaus Nebenwirkungen auftreten. Die meisten Symptome, die dabei beschrieben werden, betreffen den Magen/Darm-Trakt. Bei Personen die eine leicht durchlässige bzw. empfindliche Schleimhaut haben, kann es zu Diarrhöe (Durchfall), leichten Magenkrämpfen und Magenbeschwerden kommen.

Ein Fazit zu Kurkuma

Kurkuma ist ein Naturmittel mit großem Heilpotenzial bei ausgezeichneter Verträglichkeit. Nebenwirkungen treten sehr selten auf und wenn, dann nur bei einer Überdosierung über einen längeren  Zeitraum. 

Dank seiner vielfältigen, gesundheitsfördernden Eigenschaften 

  • anti-oxidativ
  • entzündungshemmend
  • cholesterinsenkend
  • metastasenhemmend
  • insulinstimulierend

ist Kurkuma sowohl zur Vorbeugung als auch bei akuten Krankheitsbildern zu empfehlen und sollte dem normalen Ernährungsplan hinzugefügt werden.

Aufgrund der schlechten Bioverfügbarkeit und Wasserlöslichkeit  raten wir zum Verzehr in Kapselform (2 x 400 mg täglich). Denn die Bioverfügbarkeit kann nur erhöht werden,  wenn Kurkuma in höheren Dosen direkt in den Magen/Darm-Trakt gelangt. 

Wie soll Kurkuma eingenommen werden?

Die Tagesverzehrsempfehlung  liegt zwischen 350 und 850 mg. 800 mg decken den Bedarf von 95% der Bevölkerung.

Kurkuma kann  in Kapselform eingenommen werden oder alternativ dazu auch in seiner natürlichen Form als Wurzel – so wie zum Beispiel auch Ingwerwurzeln.

Tipp: Wer gerne Teegetränke zu sich nimmt, kann zwei Esslöffel Kurkuma-Pulver  in heißem Wasser auflösen und je nach Bedarf Zitrone, Honig oder Milch hinzufügen. Bei dieser Variante wird die Bioverfügbarkeit wesentlich gesteigert.

Im Allgemeinen passt Kurkuma zu vielen Gerichten und kann nach Lust und Laune als Gewürz verwendet werden. Das hat, aufgrund der schlechten Bioverfügbarkeit und der deswegen benötigten großen Mengen, jedoch keine oder kaum heilende Wirkung.

Der Geschmack von Kurkuma 

Trotz seiner engen Verwandtschaft mit Ingwer besitzt Kurkuma nicht dessen Schärfe, sondern schmeckt eher mild-würzig und nur leicht bitter.

Rezept-Tipp: Kurkuma als Smoothie

Zutaten: 

  • 300 ml Mandelmilch oder Sojamilch  
  • 1 TL Kokosöl
  • ¼ TL Zimt
  • ¼ TL Vanille Extrakt oder Vanilleschote
  • ½ TL Kurkuma-Pulver oder ein Kurkuma-Wurzelstückchen (2cm)   

Wer es noch exotischer mag, kann je nach Geschmack ein paar Früchte dazu nehmen. Sehr gut geeignet sind Mangos oder Äpfel, die dem Ganzen einen süßen, erfrischenden Geschmack verleihen. 

Zubereitung:

Alles in einen Mixer geben und circa zwei Minuten mixen. Fertig! 

Geschmack:

Ein Kurkuma-Smoothie ist sehr erfrischend und ein guter Ersatz für Kaffee oder – zusätzlich zum Frühstück –  eine gute Methode, in den Tag zu starten. 

Dazu erhöht er die Bioverfügbarkeit, weil die fettlösliche Kurkuma sich in dem vorhandenen natürlichen Fett der Milch und des Kokosöls besser lösen kann.

Passende Produkte:

Kurkuma (Curcuma)-Extrakt Kapseln
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Natürlich entzündungshemmend und schmerzstillend. 

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Leserkommentare

Barbara H.

"Ich habe leider 3 Monate unerkannt an Gastritis gelitten und nicht gewusst was ich habe. Unkontrolliertes Erbrechen, Magenschmerzen usw....bis endlich mein Arzt mir gesagt was los ist und mir gleich ein Medikament gegeben hat. Nach einer kurzen Googlerunde hab ich auch schon gesehen welche Nebenwirkungen es hat und gleich gelassen und mich nach Alternativen umgesehen. Jetzt habe ich mein eigenes Gastritis Behandlungsprogramm: Morgens 1 EL Leinsamenöl auf leeren Magen, dann über den Tag verteilt viel Kurkuma und täglich eine Probiotika. Bin schon fast wie neu! Kurkuma ist auf jedenfall empfehlenswert. "

Amelie Polack

"Ich bin absolut großer Fan von Curcuma...ich nehme es als natürliches Schmerzmittel bei meinem Bandscheibenvorfall, wenn ich wieder zulange sitze und es ausstrahlt. Ich stelle mir auch meine eigene Salbe aus Kurkuma her und trage sie mit Folie über Nacht auf..."

Peter M.

"Sehr interessanter Bericht über Kurkuma. Ich finde es immer wieder spannend zu lesen welche neuen Erkenntnisse erscheinen. Außerdem ist es gut zu wissen, dass wir mehr und mehr von der klassischen Symptom erwürgenden Schulmedizin abweichen und eine Ursachenstrategie verfolgen. Bitte weiter solche Berichte!"

Madleine

"Nach meinem Banscheibenvorfall hab ich Kurkuma extrem hoch dosiert eingenommen, anstatt Entzündungshemmer Voltaren. Gemeinsam mit Physio hat das extrem gut geholfen."