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PMS: Was tun bei wiederkehrenden monatlichen Beschwerden?

PMS: Was tun bei wiederkehrenden monatlichen Beschwerden?

PMS: Was tun bei wiederkehrenden monatlichen Beschwerden?

Sie bemerken sicherlich, wenn Ihre Periode im Anmarsch ist. Für die meisten Frauen ist dies nicht weiter schlimm, doch für andere sind die Tage vor der Periode eine wahre Herausforderung.

Ihre Periode gehört zu Ihrem Leben dazu und in dieser Zeit sollten Sie all das tun können, was Sie sonst auch tun. Wenn es Ihnen jedoch schwerfällt, Ihrem gewohnten Alltag nachzugehen, dann leiden Sie vielleicht unter PMS.

 

Inhalt:

Was bedeutet PMS, was sind die Auslöser und wie viele Frauen sind betroffen?

Welche Symptome treten beim prämenstruellen Syndrom auf?

Was kann man gegen PMS tun?

Wann sollte man bei PMS zum Arzt?

Fazit

Was bedeutet PMS, was sind die Auslöser und wie viele Frauen sind betroffen?

PMS ist die Abkürzung für Prämenstruelles Syndrom. Von PMS sind viele Frauen betroffen. 

➤ Wussten Sie, dass mehr als 90 Prozent aller Frauen im reproduktiven Alter unter PMS leiden?

Unter dem Begriff „PMS“ werden eine Reihe von Beschwerden von Frauen bezeichnet, die sich an bestimmten Tagen des weiblichen Zyklus in unterschiedlicher Weise bemerkbar machen können. Es werden körperliche und psychische Beschwerden sowie Verhaltensveränderungen unterschieden.

Wann fängt PMS an?

Die Veränderungen können etwa ein bis zwei Wochen vor der Periode auftreten. Bei Einsetzten der Menstruation verschwinden die Symptome normalerweise wieder.

Wodurch wird das prämenstruelle Syndrom (PMS) ausgelöst?

Was genau die Beschwerden verursacht, ist nicht bekannt. Viele Wissenschaftler sind jedoch der Ansicht, dass PMS mit hormonellen Schwankungen (Sexualhormone und Serotoninspiegel) zu Beginn des Menstruationszyklus in Verbindung steht.

Der Östrogen- und Gelbkörperhormon-spiegel erhöht sich zu bestimmten Zeiten des Zyklus. Ein Anstieg dieser Hormone kann Stimmungsschwankungen, Angstzustände und Reizbarkeit verursachen.

Wie häufig ist PMS?

➤ Schätzungen des American College of Obstetricians and Gynecologists zu Folge, tritt bei 85 Prozent aller Frauen mindestens ein PMS-Symptom auf.

Jedoch leiden die meisten Frauen nur unter milden Symptomen, die keine Behandlung erfordern. Zwischen drei und acht Prozent der Frauen, die PMS-Symptome haben, leiden jedoch an einer noch schwereren Form, auch prämenstruelle Dysphorie (PMDD) genannt.pms-symptome

Welche Symptome treten beim prämenstruellen Syndrom auf?

➤  Wussten Sie, das ungefähr 15 % der Frauen wehenartige Schmerzen aushalten müssen?

Beim Prämenstruellen Syndrom handelt es sich um eine Ansammlung unterschiedlicher Symptome, die bei nahezu jeder betroffenen Frau anders auftreten.

Die nachstehende Liste der PMS-Beschwerden ist deshalb nur eine Aufzählung möglicher Symptome, jedoch leiden die meisten Frauen glücklicherweise nicht an allen Beschwerden.

Welche körperlichen Anzeichen gibt es?

  • Blähbauch, Bauchkrämpfe
  • empfindliche Brüste
  • Hungergefühl
  • Kopfschmerzen
  • Muskel-, und Gelenkschmerzen
  • geschwollene Hände und Füße
  • unreine Haut
  • Gewichtszunahme
  • Verstopfung oder Durchfall

Welche psychischen Symptome können auftreten?

Welche Änderungen im Verhalten können sich bemerkbar machen?

  • Vergesslichkeit
  • Verlust der geistigen Konzentration
  • Müdigkeit

Einige Verhaltensweisen bzw. Erkrankungen können sich negativ auf PMS auswirken und die Symptome verschlimmern, darunter fallen zum Beispiel Stress, mangelnde Bewegung, mangelnder Schlaf, Rauchen, hoher Alkoholkonsum oder Depressionen.

Was kann man gegen PMS tun?

Die Tipps zur Minderung der Symptome, die wir Ihnen in diesem Artikel vorstellen, eignen sich vor allem für leichte bis mittel schwere Beschwerden.

1. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung

Achten Sie darauf, Ihren Körper zu nähren. Ernähren Sie sich ausgewogen, sodass Sie Ihren Körper tatsächlich mit allen Nährstoffen versorgen, die er benötigt.

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➤ Calcium & Vitamin D

Frauen, die am Prämenstruellen Syndrom leiden, weisen oftmals einen niedrigen Calcium und Vitamin-D-Spiegel im Blut auf. Aus diesem Grund erforschten Wissenschaftler diese beiden Nährstoffe als mögliche Mittel zur Linderung von PMS in einer Untergruppe zur Nurses‘ Health Study II. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Einnahme beider Nährstoffe die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von PMS-Symptomen senkte.

➤ Vitamin B6

Vitamin B6 ist an der Produktion von Neurotransmittern beteiligt, die eine wichtige Rolle für unseren Gemütszustand spielen. Es handelt sich dabei um ein wasserlösliches Vitamin, dass in vielen Lebensmitteln enthalten ist, wie in Kichererbsen, Thunfisch, Lachs und anderen Fischsorten, Kartoffeln und stärkehaltigem Gemüse.

Zahlreiche kleinere Studien sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die tägliche Einnahme von Vitamin B6 bei zahlreichen psychologischen Symptomen helfen kann. Darunter fallen Launenhaftigkeit, Reizbarkeit und Angstzustände

Magnesium

Manche Frauen mit PMS weisen einen Magnesiummangel auf. 2010 kam eine vertrauenswürdige Studie zu dem Ergebnis, dass die Einnahme von Magnesium zusammen mit Vitamin B6 eine Linderung der PMS-Symptome der Probandinnen bewirkte. Zu diesen Symptomen gehörten Depressionen, Angstzustände, Schlaflosigkeit, Wassereinlagerungen und empfindliche Brüste.

Essenzielle Fettsäuren

Bestimmte Fettsäuren, beispielsweise Gamma-Linolsäure und Alpha-Linolsäure verfügen über eine entzündungshemmende Wirkung, die bestimmte PMS-Symptome lindern kann. Gamma-Linolsäure ist in Nachtkerzenöl enthalten und wird schon sehr lange zur Linderung von PMS verwendet.

Ginkgo biloba

Ginkgo biloba gilt als bestes pflanzliche Heilmittel zur Stärkung der Gedächtnisleistung und kann auch PMS-Symptome lindern.

Eine klinische Studie aus dem Jahre 2009 bewertete den Einsatz von Ginkgo bei PMS. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass Tabletten die Schwere sowohl körperlicher als auch psychologischer Symptome der Probandinnen stark linderten.

➤ Mönchspfeffer

Mönchspfeffer ist ein sehr bekanntes und hilfreiches Mittel gegen Beschwerden bei PMS und in den Wechseljahren. Die Symptome die bei PMS auftreten, können gelindert werden, indem ein hormonelles Gleichgewicht im Körper hergestellt wird. Studien weisen darauf hin, das Mönchspfeffer die Freisetzung von Prolaktin in der Hirnhangdrüse unterdrückt, wodurch die Schmerzen gelindert werden können. 

2. Treiben Sie zur Vorbeugung von PMS-Symptomen regelmäßig Sport

Körperliche Bewegung ist ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Lebensweise. Also raffen Sie sich auf und bewegen Sie sich. Dies gilt nicht nur, wenn Sie unter Symptomen leiden, sondern grundsätzlich.

Regelmäßige Bewegung kann prämenstruelle Kopfschmerzen, Schwellungen der Brust, Übelkeit, Verstopfung, Durchfall, Blähungen und Erbrechen lindern.

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3. Vermeiden Sie Stress und bauen Sie ihn ab

Die Kombination aus Stress und prämenstruellem Syndrom kann einen Teufelskreis auslösen. Falls zu Ihrem PMS leichte oder mittlere Angstzustände und Reizbarkeit gehören, versuchen Sie Ihre Nerven mit Yoga, Atemübungen oder achtsamkeitsbasierte Stressreduktion  zu beruhigen.

4. Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre PMS-Syndrome

Es ist wichtig seine PMS-Symptome genau im Auge zu behalten. Dies kann zum Beispiel händisch mit einem Notizbuch, oder am Handy mithilfe von einer App gemacht werden.

Dadurch können Sie sich einen Überblick verschaffen und nach ungefähr drei Monaten Dokumentation, können Sie bereits erste Muster erkennen: Welche Symptome treten wann auf? Wodurch werden Sie ausgelöst? Was verschafft Linderung?

Wann sollte man bei PMS zum Arzt?

PMS-Symptome sollten Sie nicht daran hindern, zur Schule oder zur Arbeit gehen zu können, oder auf andere Aktivitäten verzichten zu müssen.

Falls Sie Ihre Symptome nur schwer unter Kontrolle bekommen, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dies gilt insbesondere, wenn die Symptome Ihren Alltag beeinträchtigen.

Einige Erkrankungen weisen ähnliche Symptome wie PMS auf. Diese Ursachen müssen ausgeschlossen werden:

  • Anämie
  • Endometriose
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Reizdarmsyndrom
  • chronisches Müdigkeitssyndrom (Fatigue)
  • Bindegewebserkrankungen und rheumatologische Erkrankungen

Wie bereits beschrieben kann ein Tagebuch, in dem die auftretenden Symptome niedergeschrieben werden, dabei helfen eine Diagnose zu stellen. Tragen Sie deshalb alle Auffälligkeiten sowie Ihre Regelblutung in einen Kalender ein. Setzen die Symptome jeden Monat etwa zur gleichen Zeit ein, leiden Sie wahrscheinlich an PMS.

Fazit:

Viele Frauen leiden monatlich unter den Symptomen von PMS (prämenstruellen Syndrom), welche eine oder zwei Wochen vor der Menstruation einsetzten können und mit Beginn der Periode verschwinden. Dabei können körperliche oder psychische Beschwerden, oder auch Verhaltensveränderungen auftreten. Um die Symptome zu lindern, kann es helfen auf eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung zu achten, Sport zu treiben und Stress zu reduzieren.

 

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