Deutschland
  • Austria
  • Sweiz

Haben Sie Fragen? 0800 3638426

0800 3638426
HerbanoHerbano
Gratis Versand


Vitamin D: Die Symptome und Ursachen für einen Mangel

Vitamin D: Die Symptome und Ursachen für einen Mangel

Vitamin D: Die Symptome und Ursachen für einen Mangel

Vitamin D ist auch als Sonnenscheinvitamin bekannt und zieht bereits seit vielen Jahren die Aufmerksamkeit auf sich. Weite Teile der Weltbevölkerung weisen einen Mangel an diesem äußerst wichtigen Nährstoff auf. Dass Vitamin D für gesunde Knochen unerlässlich ist, ist längst bekannt. Doch neuere Forschungen zeigen, dass Vitamin D weit darüber hinaus in nahezu allen Bereichen des Körpers aktiv ist. Dazu zählen beispielsweise das Hirn, das Herz, die Muskeln, das Immunsystem und die Haut.  Ein Mangel an Vitamin D wird mit einer langen Reihe an Erkrankungen in Verbindung gebracht, beispielsweise Krebs, Autoimmunität sowie Herz-Kreislauf- bzw. neurologische Erkrankungen. Seine Beteiligung an der Entstehung verschiedener dermatologischer Krankheiten ist keine Ausnahme und war bereits Forschungsgegenstand vieler neuerer Studien. Im vorliegenden Überblick werden wir uns mit diesem hoch geschätzten Vitamin näher beschäftigen.

Was ist Vitamin D?

Vitamin D, egal ob wir über die Haut oder in Form von Ergänzungsmitteln aufnehmen, muss im Körper erst mehrfach umgewandelt werden, bevor dieser es nutzen kann. Nach Abschluss dieser Umwandlungsprozesse hilft es dem Körper den Calciumgehalt im Blutkreislauf, in den Knochen und im Darm zu steuern und unterstützt Körperzellen bei der Kommunikation innerhalb des Körpers.

Die Verbindung zwischen Vitamin D und starken, gesunden Knochen wurde bereits vor vielen Jahren hergestellt. Damals entdeckten Ärzte, dass Sonnenlicht (durch das der Körper Vitamin D bildet) bzw. die Einnahme von Fischlebertran (enthält Vitamin D) Kinder vor Knochenerweichung infolge von Rachitiserkrankungen schützen konnte. Heutzutage wird Vitamin D als wesentlich für eine gute Gesundheit erachtet und zwar nicht nur in Bezug auf den Knochenapparat. Neuere Forschungen belegen, dass Vitamin D wichtig zur Prävention und Behandlung einer ganzen Reihe von ernsthaften langfristigen Erkrankungen ist.

Vitamin D unterscheidet sich von den meisten anderen Vitaminen, da der Körper es selbst bilden kann. Dafür müssen Sie Ihre Haut nur dem Sonnenlicht aussetzen. Andere Vitamine können vom Körper nicht gebildet werden, sondern müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Vitamin C beispielsweise ist in Obst und Gemüse vorhanden.

Vitamin D wird im Körper zu einem Hormon umgewandelt. Auch in diesem Punkt unterscheidet es sich von anderen Vitaminen. Dieses Hormon heißt Calcitriol und wird manchmal auch als „aktiviertes Vitamin D“ bezeichnet.

Ihren Vitamin-D-Bedarf können Sie nicht allein über die Nahrung decken, denn es ist in Lebensmittel nur in sehr geringen Mengen vorhanden. Hauptsächlich bildet der Körper Vitamin D aus Sonnenlicht. Sie müssen daher regelmäßig Sonne „tanken“. Es ist also etwas schwieriger seinen individuellen Bedarf zu decken als bei anderen Vitaminen und Mineralien. Daher eignen sich entsprechende Präparate sehr gut, um einen Mangel an Vitamin D auzugleichen oder vorzubeugen.

Passende Produkte:

Vitamin D ist äußerst wichtig für starke Knochen. Calcium und Phosphor sind für die Entwicklung und Stärke gesunder Knochen unerlässlich. Ihr Körper benötigt Vitamin D, um diese Mineralien aufnehmen zu können. Selbst wenn Sie also Lebensmittel zu sich nehmen, die über einen hohen Anteil an Calcium und Phosphor verfügen, kann Ihr Körper ohne ausreichend Vitamin D diese nicht aufnehmen. Vitamin D wirkt sich darüber hinaus positiv auf die allgemeine Gesundheit des Menschen aus. Neuere Forschungen belegen, dass Vitamin D für viele weitere Prozesse benötigt wird als nur für die Entwicklung gesunder Knochen. Dazu zählen unter anderem:

  • Das Immunsystem zur Abwehr von Infektionen
  • Eine gesunde Muskelfunktion
  • Die kardiovaskuläre Gesundheit, sprich das Herz und der Blutkreislauf
  • Das Atmungssystem
  • Entwicklung des Gehirns
  • Anti-Krebs-Wirkung

Ärzte untersuchen immer noch die genaue Wirkweise von Vitamin D im menschlichen Körper und seine Auswirkungen auf den allgemeinen Gesundheitszustand.

Wie funktioniert Vitamin D?

Vitamin D wird hauptsächlich von der Haut durch direkte Sonneneinstrahlung gebildet. Danach durchläuft das Vitamin eine Reihe an Prozessen, um es für den Körper nutzbar zu machen.

Ist die Haut direktem Sonnenlicht ausgesetzt, produziert sie Vitamin D und schickt dieses zur Leber. Falls Sie entsprechende Vitamin-D-Präparate einnehmen oder vitamin-D-reiche Kost zu sich nehmen, wird es vom Darm ebenfalls zur Leber gesendet. In der Leber wird das Vitamin in eine Substanz namens 25(OH)D oder 25-Hydroxyvitamin D (Calcidiol) umgewandelt. Dabei handelt es sich um die dritte Umwandlung von Vitamin D. Dies ist die reichste Form Vitamin D, die im Blut zu finden ist und auch in Bluttests als Vitamin-D-Wert ermittelt wird.  Wenn Ihr Arzt also von Ihrem Vitamin-D-Spiegel spricht, meint er die Menge an 25(OH)D in Ihrem Blut. In dieser Form ist das Vitamin immer noch nicht im Körper aktiv. Es handelt sich um ein Stoffwechselprodukt, das dem Körper signalisiert, dass Vitamin D vorhanden ist.

Die aktive Form nennt sich 1,25 Hydroxyvitamin D (1,25(OH)2D). Es wird in den Nieren aus im Blut zirkulierendem 25(OH)D gebildet. Sobald sich aktives Vitamin D mit einem Vitamin-D-Rezeptor (VDR) verbindet, wirkt es wie ein Schalter, der mehrere genetische Prozesse aktiviert.  Wissenschaftler konnten in fast allen Organen mehr als 200 Gene identifizieren, in denen Prozesse durch aktives Vitamin D ausgelöst werden.

In seiner aktivierten Form ist das Vitamin D nun bereit, seine Aufgaben zu erfüllen. Der weitere Prozess ist etwas komplizierter, aber Sie können sich die Wirkungsweise von aktivierten Vitamin D so vorstellen:

  1. Steuert Calcium in Ihrem Blut, in den Knochen und im Darm.
  2. Unterstützt Körperzellen bei der Kommunikation innerhalb des Körpers.

Wie Sie sehen, durchläuft das Vitamin D einen langen Prozess von der Aufnahme über die Haut, durch Lebensmittel bzw. Nahrungsergänzungen. Ohne Vitamin D verliert Ihr Körper an Leistungsfähigkeit.

Formen von Vitamin D?

Das Vitamin kommt in vielen unterschiedlichen Formen daher. In Nahrungsergänzungsmitteln sind normalerweise Vitamin D2 (Ergocalciferol) und Vitamin D3 (Cholecalciferol) enthalten. Inwiefern unterscheiden sich diese beiden Formen und welche ist besser?

Vitamin D3 (Cholecalciferol) ist die Form, die normalerweise durch Sonnenstrahlung in der Haut gebildet wird. Außerdem findet es sich in Vitaminpräparaten und Lebensmitteln wie angereicherter Milch, fetthaltigem Fisch, Fischlebertran und Eigelb. Der Körper kann Vitamin D3 allerdings erst nutzen, nachdem die Nieren und die Leber es in die aktivierte Form umgewandelt haben.

Da es jedoch als die natürliche Form Vitamin D gilt, wird es in Nahrungsergänzungsmitteln oftmals anderen Formen vorgezogen. Es wird aus dem Wollfett (Lanolin) von Schafen gewonnen.

Vitamin D2 (Ergocalciferol) ist ebenfalls in einigen Präparaten vorhanden und stammt aus bestrahlten Pflanzen und/ oder Pilzen. Es bestehen einige Kontroversen darüber, ob es überhaupt in Präparaten enthalten sein sollte, da es sich dabei eben nicht um die natürliche Form des Vitamins handelt, wie es im Körper gebildet wird. Studien belegen ferner, dass unser Körper Vitamin D3 besser speichern kann als D2 und den Vitamin-D-Spiegel im Blut schneller anhebt. Ähnlich wie Vitamin D3 muss auch D2 erst in der Leber und den Nieren aktiviert werden. Auf dem Markt findet sich ebenfalls ein veganes D2-Ergänzungspräparat.

Was sind die Gründe für einen Vitamin D Mangel?

Bei einem Vitamin-D-Spiegel im Blut von weniger als 20 Nanogramm/ Milliliter (ng/ml) besteht die Gefahr eines Vitamin-D-Mangels.

Bei einem Serumspiegel von weniger als 12 ng/ml spricht man von einem Vitamin-D-Mangel.

Ein solcher liegt vor, wenn dem Körper nicht genügend Vitamin D zur Verfügung steht weil zu wenig davon aufgenommen wird oder der Körper das Vitamin nicht verstoffwechseln kann.

Bei schwerem Vitamin-D-Mangel erkranken Kinder manchmal an Rachitis und Erwachsene an Osteomalazie (Knochenerweichung). Beide Erkrankungen führen zu weichen, dünnen und brüchigen Knochen.

Vitamin-D-Mangelerscheinungen konnten jedoch auch mit anderen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden. Dazu zählen Krebs, Asthma, Diabetes Typ II, Bluthochdruck, Depression und Alzheimer sowie Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose, Morbus Crohn oder Diabetes Typ I.

Es folgen einige Faktoren, die zu einem Vitamin-D-Mangel führen können - unabhängig davon, ob eine Person zu einer Risikogruppe gehört oder nicht:

  • Leben in höheren Breitengraden: Die Ursache dafür liegt in der Tatsache, dass die ultraviolette Strahlung (UVB) in höheren Breitengraden weniger stark ausgeprägt ist.
  • Zu langer Aufenthalt in Innenräumen: Personen, die sich wenig oder gar nicht draußen aufhalten, sodass sie kein Sonnenlicht aufnehmen.
  • Leben in Gegenden mit hoher Luftverschmutzung: Partikel in der Luft nehmen einen Teil der Sonnenstrahlung auf, sodass weniger zur Bildung von Vitamin D zur Verfügung steht.
  • Gebrauch von großen Mengen Sonnenschutzmitteln: Wird durch die Verwendung von Sonnenschutzmitteln sämtliche Sonnenstrahlung geblockt, kann kein Vitamin D gebildet werden. Nur die wenigsten verwenden allerdings eine so große Menge, dass sämtliche UV-Strahlung blockiert wird.
  • Eine dunklere Hautfarbe: Menschen mit dunklerer Haut benötigen mehr Sonnenlicht, um genügend Vitamin D zu bilden.
  • Die Umgebungstemperatur: Warme Haut absorbiert die Sonnenstrahlung besser - und produziert damit mehr Vitamin D - als kühlere Haut.
  • Ernährung: Eine vitamin-D-reiche Ernährung bzw. der Genuss von Lebensmitteln, die mit Vitamin D angereichert wurden, reduziert das Risiko für einen Vitamin-D-Mangel.
  • Übergewicht: Forschungen legen den Schluss nahe, dass Übergewicht mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel einhergeht. Die Ursache dafür mag sein, dass zu viel Körperfett die Aufnahme von Vitamin D beeinflusst.
  • Alter: Die Fähigkeit zur Vitamin-D-Aufnahme sinkt mit zunehmenden Alter.
  • Gesundheitszustand des Darms: Magen-Darm-Erkrankungen wie Morbus Crohn beeinträchtigen die Fähigkeit des Darms Vitamin D aufzunehmen.
  • Gesundheitszustand der Nieren und Leber: Patienten, die an Nieren- oder Lebererkrankungen leiden, haben tendenziell einen niedrigeren Vitamin-D-Spiegel.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Der Nährstoffbedarf eines Fötus oder Säuglings führt zu einem niedrigeren Vitamin-D-Spiegel, vor allem bei Frauen, die ohnehin zu einer Risikogruppe gehören.
  • Säuglinge, die mit Muttermilch ernährt werden: Muttermilch verfügt nur über wenig Vitamin D. Säuglinge, die gestillt werden, benötigen daher Ergänzungspräparate, vor allem wenn sie sich nicht täglich im Freien aufhalten.

Vitamin D Mangel – Acht Zeichen und Symptome

1. Häufige Erkrankungen oder Infektionen

Zu den wichtigsten Aufgaben von Vitamin D zählt die Stärkung des Immunsystems, damit der Körper effektiv Bakterien und Viren bekämpfen kann. Es interagiert direkt mit den Zellen, die für die Abwehr von Infektionen verantwortlich sind. Falls Sie häufig erkältet sind oder an Grippe erkranken, könnte ein niedriger Vitamin-D-Spiegel zumindest eine Ursache dafür sein.

Mehrere große Beobachtungsstudien konnten einen Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und Infektionen der Atemwege (Erkältungen, Bronchitis, Lungenentzündung) herstellen. In einer Reihe von Studien wurde bestätigt, dass die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten in einer Dosis von bis zu 4000 IE täglich das Risiko für Infektionen der Atemwege reduzieren kann.

Eine Studie widmete sich Patienten, die an chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) litten. Ausschließlich jene Teilnehmer, die zusätzlich einen schweren Vitamin-D-Mangel aufwiesen, erfuhren signifikante Verbesserungen ihrer Beschwerden, nachdem sie ein Jahr lang hochdosiertes Vitamin D eingenommen hatten.

FAZIT: Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle für eine gesunde Immunfunktion. Eines der häufigsten Anzeichen für einen Mangel ist eine gesteigerte Anfälligkeit für Infektionen und andere Erkrankungen.

2. Erschöpfung und Müdigkeit

Müdigkeit kann viele Ursachen haben - eine davon ist ein Vitamin-D-Mangel. Leider wird dies oft als mögliche Ursache übersehen.

Fallstudien zeigen, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel Erschöpfung und Müdigkeit verursachen kann, die in hohem Maße die Lebensqualität des Betroffenen beeinträchtigen.

In einem Fall litt eine Frau an chronischer Tagesmüdigkeit; ihr Vitamin-D-Spiegel betrug nur 5,9 ng/ml, was sehr niedrig ist. Alles, was unter 20 ng/ml liegt, wird als Mangel betrachtet. Nach der Einnahme von Vitamin-D-Präparaten stieg der Spiegel auf 39 ng/ml und die Symptome der Frau besserten sich zusehends.

Doch selbst ein Vitamin-D-Spiegel, der nicht so extrem niedrig ist, kann negative Auswirkungen haben.

Eine Studie erforschte die Beziehung zwischen Vitamin D und Müdigkeit bei jungen Frauen. Im Ergebnis stellten die Forscher fest, dass Frauen mit einem Vitamin-D-Spiegel von unter 20 ng/ml oder zwischen 21 und 29 ng/ml häufiger über Müdigkeit klagten als jene, deren Spiegel höher als 30 ng/ml betrug.

Eine weitere Beobachtungsstudie fand eine starke Verbindung zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und selbst berichteter Müdigkeit bei weiblichem Pflegepersonal. Doch schlimmer noch, die Forscher stellten einen Mangel bei 89 Prozent der Pflegekräfte fest.

FAZIT: Übermäßige Erschöpfung und Müdigkeit kann ein Anzeichen für einen Vitamin-D-Mangel sein. Die Einnahme von entsprechenden Präparaten führt zu mehr Energie und Leistungsfähigkeit.

3. Knochen- und Rückenschmerzen

Vitamin D spielt bei vielen Mechanismen der Gesunderhaltung der Knochen eine Rolle, denn es verbessert es die Aufnahme von Calcium im Körper.

Schmerzen in den Knochen und im unteren Rücken können ein Anzeichen für einen zu geringen Vitamin-D-Spiegel im Blut sein. In großen Beobachtungsstudien konnte ein Zusammenhang zwischen Mangelerscheinungen und chronischen Schmerzen im unteren Rücken festgestellt werden.

Eine Studie beschäftigte sich mit der Verbindung von Vitamin D und Rückenschmerzen bei mehr als 9000 älteren Frauen. Die Wissenschaftler stellten fest, dass jene, die einen Mangel an Vitamin D hatten, eher von Rückenschmerzen betroffen waren. Einige Teilnehmerinnen litten unter derart starken Schmerzen, dass sich daraus erhebliche Einschränkungen für ihren Alltag ergaben.

Eine kontrollierte Studie bestätigte, dass Patienten mit einem Vitamin-D-Mangel fast doppelt so häufig an Knochenschmerzen in den Beinen, Rippen oder Gelenken leiden als Personen mit einem ausgeglichenen Vitamin-D-Spiegel.

FAZIT: Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel im Blut kann zur Entstehung von Schmerzen in den Knochen und im unteren Rücken beitragen.

4. Depression

Eine depressive Stimmung kann ebenfalls ein Anzeichen für einen Mangel sein.

In Übersichtsstudien konnten Forscher einen Mangel an Vitamin D mit Depression vor allem bei älteren Menschen in Verbindung bringen.

Eine Studie wertete verschiedene Beobachtungsstudien aus. Bei 65 Prozent der Studien wurde eine Verbindung zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln und Depressionen gefunden. Allerdings konnte dieser Effekt in kontrollierten Versuchsreihen nicht bestätigt werden. Diese sind für die Wissenschaft im Allgemeinen aussagekräftiger als Beobachtungsstudien.

Nichtsdestotrotz bemerkten die Wissenschaftler, dass die Vitamin-D-Dosis in diesen kontrollierten Studien sehr gering war. Außerdem wurden einige dieser Studien nicht ausreichend lang fortgeführt, um Verbesserungen auf die Stimmung der Probanden nach der Vitamin-D-Einnahme festzustellen.

Einige kontrollierte Studien konnten dennoch bestätigen, dass die Gabe von Vitamin D die Stimmung bei Patienten mit einem Mangel hebt - auch bei saisonaler Depression, die in kälteren Monaten auftritt.

FAZIT: Depressionen stehen in Verbindung mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel. In einigen Studien konnte gezeigt werden, dass entsprechende Ergänzungspräparate sich positiv auf die Stimmung auswirken.

5. Schlechte Wundheilung

Langsam heilende Wunden nach Verletzungen oder Operationen können auf einen Mangel an Vitamin D hindeuten.

Im Reagenzglas stellten Forscher fest, dass das Vitamin die Produktion von wichtigen Stoffen steigert, die für die Neubildung von Haut als Teil der Wundheilung nötig sind.

Eine Versuchsreihe mit Probanden, die sich einer Zahn-OP unterziehen lassen mussten, kam zu dem Ergebnis, dass bestimmte Aspekte der Wundheilung von einem Mangel an Vitamin D beeinträchtigt werden. Außerdem legten die Ergebnisse den Schluss nahe, dass die Rolle, die Vitamin D bei der Kontrolle von Entzündungen und dem Bekämpfen von Infektionen spielt, ebenfalls wichtig für eine gesunde Wundheilung ist.

Eine Studie beschäftigte sich mit Patienten, die an diabetischen Fußinfektionen litten. Sie kam zu dem Ergebnis, dass ein schwerer Vitamin-D-Mangel das Risiko für schwerwiegende Entzündungen steigerte und die Heilung erschwerte.

Leider existieren zum jetzigen Zeitpunkt nur sehr wenige Studien dazu, ob die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten die Wundheilung bei diesen Patienten verbessern kann.

Eine weitere Studie konnte jedoch belegen, dass sich bei Patienten mit Vitamin-D-Mangel und Geschwüren an den Beinen, die Größe dieser nach der Einnahme von Vitamin D um durchschnittlich 28 Prozent verringerten.

FAZIT: Eine unzureichende Vitamin-D-Versorgung kann zu schlechter Wundheilung infolge von Operationen, Verletzungen oder Entzündungen führen.

6. Knochenschwund

Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle bei der Aufnahme von Calcium und dessen Stoffwechsel in den Knochen.

Ältere Frauen, die an Knochenschwund leiden, sind häufig der Auffassung, sie müssten mehr Calcium zu sich nehmen. Allerdings benötigen sie häufig auch mehr Vitamin D. Knochen mit geringer Mineraldichte zeigen, dass der Knochen Calcium und andere Mineralien verloren hat. Dadurch haben ältere Personen, insbesondere Frauen, ein erhöhtes Risiko für Brüche.

Eine große Beobachtungsstudie mit 1100 Frauen mittleren Alters (in den Wechseljahren und danach) zeigte eine starke Verbindung zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln und Knochen mit geringer Mineraldichte.

Eine kontrollierte Studie konnte jedoch keine Verbesserungen der Mineraldichte feststellen, nachdem Frauen mit Vitamin-D-Mangel entsprechende hochdosierte Präparate einnahmen, obwohl sich ihr Blutspiegel verbesserte.

Unabhängig von diesem Ergebnis empfiehlt es sich auf eine ausreichende Vitamin-D-Zufuhr zu achten, um so die Knochen vor Schwund zu schützen und Brüchen vorzubeugen.

FAZIT: Die Ursache für Knochen mit geringer Mineraldichte kann ein Mangel an Vitamin D sein. Eine ausreichende Versorgung mit diesem Vitamin ist entscheidend für den Erhalt der Knochen, vor allem mit zunehmendem Alter.

7. Haarausfall

Haarausfall wird oft mit Stress in Verbindung gebracht - eine der häufigsten Ursachen. Schwerer Haarausfall kann jedoch auch krankheitsbedingt sein oder seine Ursache in einem Nährstoffmangel haben.

Haarausfall bei Frauen konnte mit einem Mangel an Vitamin D in Verbindung gebracht werden. Es sind allerdings bislang nur sehr wenige Studien dazu verfügbar.

Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall) ist eine Autoimmunerkrankung, die durch schweren Haarverlust am Kopf und anderen Körperteilen gekennzeichnet ist. Die Erkrankung steht in Zusammenhang mit Rachitis. Dabei handelt es sich um eine Krankheit, die Knochenerweichung bei Kindern infolge eines Mangels an Vitamin D verursacht. Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel steht in Zusammenhang mit Alopecia areata und ist womöglich ein Risikofaktor für die Ausbildung dieser Krankheit. Teilnehmer einer Studie mit Alopecia areata zeigten, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel einen schwereren Haarausfall verursachte.

Eine Fallstudie mit einem Jungen, der an einem Defekt des Vitamin-D-Rezeptors litt, zeigte, dass ein Auftragen einer synthetischen Form des Vitamins auf die Kopfhaut dessen Haarverlust erfolgreich bekämpfte.

FAZIT:  Haarausfall kann ein Anzeichen für einen Mangel an Vitamin D sein, vor allem bei Frauen oder Patienten, die an der Autoimmunkrankheit Alopecia areata leiden.

8. Muskelschmerzen

Die Ursachen für Muskelschmerzen sind oftmals nur schwer zu finden. Einige Studien weisen auf einen Mangel an Vitamin D als mögliche Ursache für Muskelschmerzen bei Kindern und Erwachsenen hin.

In einer Studie zeigten 71 Prozent der Probanden mit chronischen Schmerzen einen Mangel. Unsere Nervenzellen verfügen über einen Vitamin-D-Rezeptor namens Nociceptor, der den Schmerz spürt.

Eine Studie mit Ratten zeigte, dass ein Mangel zu Schmerzen und erhöhter Empfindsamkeit führte, sobald die Nociceptoren in den Muskeln stimuliert wurden.

Andere Studien konnten aufzeigen, dass die Einnahme einer hohen Dosis Vitamin D verschiedene Schmerzen bei Mangelpatienten linderten.

So reduzierten sich in einer Studie die Schmerzen von  120 Kindern um durchschnittlich 57 Prozent und zwar nach der Einnahme einer einzelnen Dosis.

FAZIT: Es besteht ein Zusammenhang zwischen chronischen Schmerzen und einem Mangel an Vitamin D. Dieser entsteht durch Interaktionen des Vitamins mit schmerzempfindlichen Nervenzellen.

Wer ist von Vitamin D Mangel betroffen

Die Aufnahme von ausreichend Vitamin D allein über die Nahrung ist schwierig. Der Konsum angereicherter Lebensmittel zusammen mit einer täglichen Dosis Sonnenlicht sorgt bei den meisten Menschen für eine ausreichende Dosis. Einige Risikogruppen müssen darüber hinaus Ergänzungspräparate einnehmen, um ihren Bedarf decken zu können.

Gestillte Säuglinge

Der Bedarf an Vitamin D kann nicht allein über die Muttermilch gedeckt werden, die zwischen <25 IE/L bis 78 IE/L enthält. (Der Vitamin-D-Gehalt der Muttermilch ist abhängig vom Vitamin-D-Spiegel der Mutter. Stillende, die zusätzlich hohe Dosen Vitamin D einnehmen, verfügen unter Umständen über ausreichend Vitamin D in der Muttermilch.) Eine Auswertung von Berichten über das Auftreten ernährungsbedingter Rachitis zeigte, dass die meisten Fälle bei jungen Afroamerikanern auftraten, die gestillt wurden. Eine Studie, durchgeführt von kanadischen Kinderärzten, zeigte, dass Rachitits bei 2,9 von 100.000 Kindern auftrat. Fast alle dieser Fälle waren gestillte Säuglinge. Sonnenlicht ist im Allgemeinen eine wichtige Vitamin-D-Quelle. Die amerikanische Vereinigung der Kinderärzte (AAP) empfiehlt jedoch, Säuglinge nicht direkt der Sonne auszusetzen und sie zusätzlich durch Kleidung mit UV-Schutz oder Sonnenschutzmittel zu schützen. Wie bereits angemerkt, empfiehlt die AAP teilweise oder voll gestillte Säuglinge täglich 400 IE Vitamin D zusätzlich zu geben, was der empfohlenen Tagesdosis für diese Altersgruppe entspricht.

Senioren

Senioren verfügen über ein erhöhtes Risiko für einen Mangel an Vitamin D. Der Alterungsprozess der Haut führt zu einer verminderten Fähigkeit das Vitamin effektiv aus Sonnenstrahlung zu bilden. Außerdem halten sich ältere Menschen häufig in Innenräumen auf und nehmen auch über die Nahrung zu wenig auf. Mehr als die Hälfte der Senioren in den USA mit Hüftfrakturen verfügt über einen 25(OH)D-Spiegel von weniger als 30 nmol/l (<12 ng/ml).

Menschen mit wenig Aufenthalt im Freien

Menschen, die das Haus nur selten verlassen, lange Roben und Kopfbedeckungen tragen sowie Berufstätige, die nur selten im Freien arbeiten, können ihren persönlichen Vitamin-D-Bedarf nicht durch Sonnenstrahlung decken. Da die Menge und Häufigkeit der Verwendung von Sonnenschutzmitteln unbekannt ist, existieren keine gesicherten Erkenntnisse über den Einfluss dieser Mittel auf die Vitamin-D-Synthese der Haut. Der Bedarf kann über entsprechende Nahrungsmittel bzw. Ergänzungspräparate gedeckt werden.

Menschen mit dunkler Haut

Ein höherer Anteil des Pigments Melanin in der oberen Epidermis führt zu einer dunkleren Haut und reduziert die Fähigkeit zur Vitamin-D-Synthese aus Sonnenlicht. Verschiedene Berichte bestätigen fortlaufend, dass Menschen mit dunkler Haut, Serumspiegel von weniger als 25(OH)D aufweisen im Gegensatz zu hellhäutigen Menschen. Im Moment ist noch nicht bekannt, ob die niedrigeren Werte für Menschen mit dunkler Haut signifikante Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Unter Afroamerikanern treten beispielsweise Knochenbrüche und Osteoporose weniger häufig auf als unter Kaukasiern (Menschen mit heller Haut). Der Bedarf kann über entsprechende Nahrungsmittel bzw. Ergänzungspräparate gedeckt werden.

Menschen, die an entzündlichen Darmerkrankungen oder anderen Fettresorptionsstörungen leiden

Vitamin D ist fettlöslich und kann vom Körper nur aufgenommen werden, wenn der Darm Nahrungsfette absorbieren kann. Patienten, deren Fähigkeit zur Aufnahme dieser Nahrungsfette eingeschränkt ist, müssen unter Umständen Vitamin-D-Präparate einnehmen. Fettresorptionsstörungen haben vielfältige Ursachen. Dazu zählen einige Lebererkrankungen, Mukoviszidose, Zöliakie und Morbus Crohn. Auch bei Colitis ulcerosa mit Entzündungen im terminalen Ileum ist die Fettresorption gestört. Zusätzlich konsumieren Patienten, die an einer oder mehreren dieser Erkrankungen leiden, häufig weniger mit Vitamin D angereicherte Milchprodukte.

Personen, die an Fettleibigkeit leiden oder mit Magenbypass

Ein Body-Mass-Index über 30 steht in Verbindung mit einem niedrigen 25(OH)D-Spiegel im Blut. Menschen, die an Fettleibigkeit leiden, müssen unter Umständen mehr Vitamin D aufnehmen, um einen normalen Spiegel zu erreichen als normalgewichtige Personen. Fettleibigkeit schränkt die Fähigkeit zur Synthese von Vitamin D nicht ein. Doch der höhere Anteil an Unterhautfettgewebe nimmt mehr Vitamin D auf als üblich und verändert so dessen Abgabe an den Blutkreislauf. Menschen mit einem Magenbypass entwickeln oft im Laufe der Zeit einen Vitamin-D-Mangel. Dies liegt daran, dass der obere Dünndarm - dort, wo das Vitamin aufgenommen wird - abgeklemmt wurde und sich die Abgabe aus Fettspeichern in das Blut nicht ausgleicht. Der Bedarf muss dann über Nahrungsergänzungsmittel gedeckt werden.

Vitamin-D-Mangel testen

Nur mit einem Bluttest kann festgestellt werden, ob Ihr Vitamin-D-Bedarf gedeckt ist. Dazu ist ein Test namens 25(OH)D-Bluttest nötig.

Ihr Arzt kann diesen Test durchführen. Unter Umständen stehen auch Tests für die Anwendung zu Hause oder in einem Labor zur Verfügung. Alle diese Testmethoden liefern exakte Ergebnisse.

Das Testergebnis zeigt, ob Sie Ihren Bedarf an Vitamin D decken oder nicht, und ob Sie zusätzlich Vitamin D einnehmen oder sich mehr der Sonne aussetzen müssen. Der Vitamin-D-Council sieht einen Spiegel von 50 ng/ml als ideal an.

Sie haben zwei Möglichkeiten, sich testen zu lassen:

  1. Fragen Sie Ihren Arzt nach einem Bluttest: Seien Sie genau und fragen Sie explizit nach einem 25(OH)D-Test. Es gibt nämlich einen weiteren Test, 1,25(OH)₂D genannt, doch nur ein 25(OH)D-Test gibt Aufschluss darüber, ob Sie genügend Vitamin D aufnehmen.
  2. Bestellen Sie einen Test für Zuhause: Sie erhalten ein Testset nach Hause geliefert. Pieken Sie sich in den Finger und geben Sie einen Tropfen Blut auf den Teststreifen. Diesen schicken Sie dann zur Auswertung an ein Labor.  Diese Testsets eignen sich wunderbar für all jene, die nicht zum Arzt gehen wollen und den Test in der Sicherheit ihres Zuhauses durchführen möchten.

Beide Testmöglichkeiten liefern aussagekräftige Resultate.

Vitamin-D-Mangel beheben

Viele Patienten und einige Ärzte denken, dass sich der Vitamin-D-Bedarf einer Person ausschließlich über die Ernährung decken lässt. Diese Annahme ist jedoch falsch. Außer bei fetthaltigem Fisch ist der Gehalt an Vitamin D in den meisten Lebensmitteln, einschließlich angereicherter Milch, verschwindend gering. Außerdem sind längst nicht alle Milchprodukte angereichert, sodass Sie schon sehr genau die Angaben auf der Verpackung lesen müssen, um den Vitamin-D-Gehalt zu ermitteln.

Eine Ergänzung durch Vitamin-D-Präparate ist eine sichere und günstige Methode den Bedarf zu decken. Leider bleibt ein Mangel an Vitamin D oftmals lange Zeit unentdeckt und unbehandelt. Eine Ursache dafür ist, dass die empfohlene altersabhängige Tagesdosis von Vitamin D aus einer Zeit stammt, als Erkenntnisse aus neueren Studien noch nicht vorlagen. Heute wissen wir, dass ein 25(OH)D-Spiegel von mehr als 30 ng/ml nötig ist, um eine normale Unterdrückung des Hormons PTH sicherzustellen. Der gegenwärtige empfohlene Tagesbedarf kann ohne Weiteres über die Nahrung oder die Einnahme eines Multivitaminpräparates gedeckt werden. Für viele Menschen ist diese Dosis jedoch nicht ausreichend, vor allem nicht für Risikogruppen. Leider zögern Ärzte immer noch höhere Dosen zu verschreiben, obwohl ihre Sorgen meist unbegründet sind. Zwar existieren einige unbestätigte Berichte bezüglich Vergiftungserscheinungen aufgrund zu viel Vitamin D. Diese stehen jedoch vielfältigen und weit umfassenden Studienergebnissen über Vitamin-D-Mangel gegenüber. Die Nieren verfügen über eine Funktion, die die Produktion von aktivem Calcitriol hemmt. Aus diesem Grund gibt es nur wenige Berichte über Vergiftungserscheinungen. Ein höherer Calcitriolspiegel hemmt PTH sowohl direkt (durch ein Molekül im PTH-Gen, das direkt auf Vitamin D reagiert) als auch indirekt (durch eine vermehrte Calciumaufnahme im Darm). So wird die Calcitriolproduktion in den Nieren unterdrückt. Die Aktivität von Renal-24-Hydroxylase schränkt die Verfügbarkeit von Calcitriol weiter ein, indem sie inaktive Metaboliten sowohl von Calcitriol (1,24,25-Trihydroxyvitamin D) als auch von Calcidiol (24,25-Dihydroxyvitamin D) produziert. Das Gen 24-Hydroxyglase steht unter der Kontrolle von Calcitriol und liefert dadurch im Fall der Fälle schnell negative Rückmeldung.

Vitamin D3 & K2

Vitamin D3 hat einen natürlichen Partner: Vitamin K2. Diese beiden zusammen sorgen dafür, dass Vitamin D3 seine Rolle bei der Calciumaufnahme ausüben kann. Neuere Studien zeigen, dass eine hohe Calciumzufuhr für sich genommen dem Körper schädigen kann. Das zusätzliche Calcium muss korrekt nutzbar gemacht werden. Ansonsten lagert es sich an den falschen Stellen ab und verursacht Krankheiten.

Für Nagetiere sind sehr hohe Dosen Cholecalciferol nicht nur schädlich, sondern tödlich: übermäßige Calciumaufnahme und - ablagerung sowie Beeinträchtigung der normalen Herz- und Nierenfunktion. Durch die verantwortungsbewusste Einnahme von Vitamin K2 zusammen mit D3 wird dieses „metastatische Calcium“ konsequent vermieden.

Vitamin K2 aktiviert etliche wichtige Proteine im Körper. Der dänische Wissenschaftler Henrick Dam entdeckte Vitamin K im Jahre 1939 (und erhielt 1943 für seine Entdeckung den Nobelpreis). Das dänische Wort für Blutgerinnung lautet „koagulation“. Daher benannte Dam das Molekül „Vitamin K“. Vitamin K ist wesentlich für die korrekte Funktionsweise von acht Proteinen, die an der Blutgerinnung beteiligt sind.

Vitamin K umgibt ein großes medizinisches Missverständnis. Die meisten Ärzte sind der Ansicht, dass Vitamin K Blutgerinnung „verursacht“. Es stimmt, dass Neugeborene mit einem Mangel an Vitamin K eine entsprechende Injektion benötigen, um eine Blutgerinnung zu ermöglichen. Ein weiteres Rattengift namens Coumadin ist dafür bekannt, dass es die Blutgerinnungsfunktion des Vitamin K vergiftet, wodurch es zu einer Blutverdünnung kommt. In sehr hohen Dosen ist dies für eine Ratte tödlich. In genau kontrollierten Dosen kann es beim Menschen jedoch ein drohendes Blutgerinnsel auflösen.

Vitamin K REGULIERT durch Carboxylation das Blutgerinnungssystem des Körpers im Ganzen und hält es im Gleichgewicht. Denken Sie bitte daran, dass das Gerinnungssystem dafür da ist, dass das Blut gerinnt, falls Sie übermäßig bluten. Es muss jedoch GERINNUNG VERHINDERN, wenn keine derartigen Verletzungen vorliegen. Die acht Proteine beeinflussen sich in diesem Balanceakt wechselseitig. Vitamin K wird für diese beeindruckende Leistung benötigt.

Vitamin K reguliert außerdem die Carboxylation von Osteocalcin und sorgt so für eine ausgewogene Mineralisierung der Knochen mit einer starken Proteinmatrix. Aktiviertes Osteocalcin stimuliert außerdem Adiponectin, was den Fettstoffwechsel anregt und so dafür sorgt, dass wir unser Normalgewicht halten können. Forscher vermuten, dass Antibiotika in Tierfutter Einzug in den Darm des Menschen findet und die guten Bakterien, die Vitamin K in seine aktive Form umwandeln, schädigen. (Daher mag ein Mangel an Vitamin K zu der heutzutage grassierenden Epidemie der Fettleibigkeit beitragen.)

Eine Aktivierung des Gefäßproteins GMP ist äußerst wichtig, um einer Verkalkung der Herzkranzgefäße sowie der Halsschlagader vorzubeugen. Das erklärt das um mehr als 50 Prozent reduzierte Risiko für Herzerkrankungen bei Personen, die regelmäßig Vitamin K einnehmen. Dasselbe Vitamin beugt eventuell Knochenspornen vor. Vitamin K hilft uns also gesünder älter zu werden mit „starken Knochen und weichen Arterien“...und nicht andersherum.

Schlussendlich deuten starke Beweise wie bei Vitamin D3 daraufhin, dass Vitamin K die Fähigkeit besitzt, das Risiko für Krebserkrankungen zu mindern. Beispielsweise reduziert sich das Risiko für Männer an Prostatakrebs zu erkranken statistisch um 60 Prozent, wenn diese Vitamin K2 mk7 einnahmen (eine natürliche, langanhaltende Variante von K2). Dies ist nur eine von vielen Krebsarten, deren Risiko für eine Erkrankung deutlich durch eine regelmäßige Einnahme von Vitamin K2 reduziert wird.

Je mehr wir die Heilkraft von höheren Dosen Vitamin D3 an der Riordan Clinic erforschen, desto mehr finden wir es geboten die Sicherheit und Wirksamkeit dieses dynamischen Duos zu betrachten. Für alle 5000 bis 10000 Einheiten D3 empfehlen wir die Einnahme von 100 mcg K2 mk7, um unerwünschte Kalzifizierung auszuschließen, die sich durch höhere Dosen Vitamin D3 einstellen könnte. 

Die wichtigsten Vitamin-D-Quellen

Lebensmittel

Nur sehr wenige Lebensmittel enthalten natürliches Vitamin D. Fetthaltiger Fisch (z.B. Lachs, Thunfisch und Makrele) sowie Fischlebertran gehören zu den besten natürlichen Nahrungsquellen. Geringe Mengen Vitamin D sind außerdem in Rindsleber, Käse und Eigelb enthalten. Das Vitamin D liegt in diesen Nahrungsmitteln meistens als Vitamin D3 sowie als dessen Stoffwechselprodukt 25(OH)D3 vor. Einige Pilze verfügen über Vitamin D2 in variierenden Mengen. Außerdem sind Pilze mit einem höheren Gehalt an Vitamin D2 erhältlich, die unter kontrollierten Bedingungen ultraviolettem Licht ausgesetzt wurden.

In den USA sorgen angereicherte Lebensmittel für den Großteil an Vitamin D in der Ernährung. Zum Beispiel wird fast sämtliche Milch freiwillig mit 100 IE/250 ml angereichert. (In Kanada ist die Anreicherung der Milch mit 35–40 IE/100 ml gesetzlich vorgeschrieben. Ebenso wird Margarine mit ≥530 IE/100 g angereichert.) In den 1930er wurde in den Vereinigten Staaten das Milchanreicherungsprogramm gestartet, um die zu der Zeit grassierende Rachitis in den Griff zu bekommen. Andere Milchprodukte wie Käse oder Eis werden im Allgemeinen nicht angereichert. Cornflakes enthalten oftmals zusätzlich Vitamin D, genauso wie einige Sorten Orangensaft, Joghurt, Margarine und andere Lebensmittel.

Sowohl in den USA als auch in Kanada ist die Anreicherung mit Vitamin D verpflichtend für Säuglingsmilch. 40–100 IE/100 kcal in den USA und 40–80 IE/100 kcal in Kanada.

Verschiedene Lebensmittel, die Vitamin D enthalten, sind in Tabelle 3 aufgelistet.

Tabelle 3: Ausgewählte Lebensmittel als Quellen für Vitamin D

Lebensmittel

IE pro Portion*

Prozent RDA**

Kabeljaulebertran, 1 Esslöffel

1.360

340

Schwertfisch, gekocht, 100g

566

142

Lachs (Rotlachs), gekocht, 100g

447

112

Thunfisch, in Dosen mit Wasser, abgetropft, 100g

154

39

Orangensaft angereichert mit Vitamin D, 250ml (überprüfen Sie die Angaben auf dem Etikett, da die Menge variiert)

137

34

Milch, fettfrei, fettreduziert oder Vollmilch, mit Vitamin D angereichert, 250ml

115-124

29-31

Joghurt, angereichert mit 20% des Tagesbedarfs an Vitamin D, 200g (manche Sorten decken den Tagesbedarf zu mehr als 100%)

80

20

Margarine, angereichert, 1 Esslöffel

60

15

Sardinen, in Dosen eingelegt in Öl, abgetropft, 2 Stück

46

12

Leber, Rindfleisch, gekocht, 100g

42

11

Ei, Größe L, (Vitamin D im Eigelb)

41

10

Cornflakes, angereichert mit 10% des Tagesbedarfs an Vitamin D, 150-200g (manche Sorten decken den Tagesbedarf zu mehr als 100%)

40

10

Käse, Schweizer, 30g

6

2

* IE = Internationale Einheit
** RDA = empfohlener Tagesbedarf

Der Tagesbedarf wurde von der US-amerikanischen Lebensmittelbehörde (U.S. Food and Drug Administration) ermittelt, um Verbrauchern zu helfen, den Nährstoffgehalt verschiedener Produkte in Zusammenhang einer ausgewogenen Ernährung vergleichen zu können. Der Tagesbedarf an Vitamin D wurde mit 400 IE für Erwachsene und Kinder ab vier Jahren festgelegt. Lebensmittelhersteller müssen den Gehalt an Vitamin D jedoch nur ausweisen, wenn das Produkt zusätzlich angereichert wurde. Lebensmittel, die mehr als 20 % des Tagesbedarfs decken, gelten als nährstoffreich. Doch auch andere Nahrungsmittel helfen den Tagesbedarf zu decken.

Das Landwirtschaftsministerium der USA (USDA) hat eine Webseite eingerichtet, die eine Datenbank zum Nährstoffgehalt vieler Lebensmittel enthält. Sie finden dort eine verständliche Übersicht der Lebensmittel, die Vitamin D enthalten, aufgelistet nach dem Gehalt und dem Produktnamen. Immer mehr Lebensmittel werden auf ihren Gehalt an Vitamin D untersucht. Schnellere und einfachere Methoden zur Ermittlung des Vitamin-D-Gehalts sind jedoch vonnöten, ebenso wie Referenzmaterialien zu Lebensmittelstandards mit bestätigten Angaben für Vitamin D, um akkurate Messungen sicherzustellen.

Tierische Produkte liefern Vitamin D auch als 25(OH)D, das offensichtlich bis zu fünfmal besser den Serumspiegel für 25(OH)D anzuheben vermag als die Ausgangsform. In einer Studie wurde der 25(OH)D-Gehalt im Blut von Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügel und Eier berücksichtigt. Der angenommene Wert für Vitamin D in dem entsprechenden Lebensmittel stieg um das Zwei- bis 18fache. Zurzeit wird der Gehalt an 25(OH)D in der Datenbank des Landwirtschaftsministeriums noch nicht aufgeführt. Die tatsächliche Vitamin-D-Aufnahme der US-amerikanischen Bevölkerung mag daher tatsächlich höher liegen als zurzeit angenommen.

Sonnenschein

Sonnenlicht

Die meisten Menschen decken ihren Bedarf zumindest teilweise durch die Sonne. Ultraviolette (UV)-B-Strahlung mit einer Wellenlänge zwischen 290 und 320 Nanometer dringt in die ungeschützte Haut ein und wandelt kutanes 7-Dehydrocholesterin in Provitamin D3 um, das wiederum zu Vitamin D3 wird. Jahreszeit, Tageszeit und -länge, Wolkenbedeckung, Smog, der Melaningehalt der Haut sowie Sonnenschutzmittel gehören zu den Faktoren, die Einfluss auf die UV-Strahlenexposition und die Vitamin-D-Synthese haben. Es ist vielleicht ein wenig überraschend, dass die geographische Breite nicht für eine zuverlässige Vorhersage des durchschnittlichen 25(OH)D-Spiegels der Bevölkerung taugt. Selbst hoch im Norden stehen ausreichend Möglichkeiten zur Bildung (und Speicherung in Leber und Körperfett) von Vitamin D durch Sonnenlicht im Frühjahr, Sommer und sogar in den Herbstmonaten zur Verfügung.

Eine geschlossene Wolkendecke reduziert die UV-Energie um 50 Prozent; Schatten (einschließlich Schatten durch schwere Luftverschmutzung) um 60 Prozent. UVB-Strahlen durchdringen kein Glas. Wenn Sie sich also an ein sonniges Fenster setzen, bildet Ihre Haut kein Vitamin D. Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) von acht oder höher blockieren offensichtlich die Vitamin-D-Bildung durch UV-Strahlen. Tatsächlich tragen die meisten Menschen jedoch nicht genügend Sonnenschutzmittel auf bzw. cremen nicht die gesamte Haut ein oder erneuern den Schutz regelmäßig. Daher produziert die Haut trotzdem eine gewisse Menge Vitamin D, selbst wenn Sonnenschutzmittel aufgetragen wurden.

Da viele verschiedene Faktoren die UV-Strahlung beeinflussen, lassen sich nur schwer allgemeine Richtlinien erstellen, wie viel Sonnenlicht wir benötigen, um unseren Bedarf an Vitamin D zuverlässig zu decken. Manche Wissenschaftler empfehlen zwischen fünf und 30 Minuten Sonnenlicht zwischen 10 und 15 Uhr mindestens zweimal pro Woche auf Gesicht, Arme, Beine oder Rücken ohne Sonnenschutz. Dies soll zu einer ausreichenden Vitamin-D-Synthese führen. Die moderate Nutzung von Sonnenstudios mit zwei bis sechs Prozent UVB-Strahlung ist ebenso effektiv. Personen, die sich nur sehr wenig oder unregelmäßig der Sonne aussetzen, müssen ihren Bedarf an Vitamin D über die Ernährung oder Ergänzungspräparate decken.

Unbestritten ist Sonnenlicht wichtig für die Vitamin-D-Synthese. Dennoch ist es unerlässlich die Dauer, die Sie sich Sonnenlicht oder UV-Strahlung im Solarium aussetzen, zu begrenzen. UV-Strahlung ist ein Karzinogen und hauptverantwortlich für die Hautkrebsfälle sowieTodesfälle, die jährlich aufgrund metastatischer Melanome auftreten. Sich lebenslang kumulierende UV-Schäden auf der Haut sind im hohen Maße für altersbedingte Hauttrockenheit und anderen Veränderungen des Hautbildes verantwortlich. Die amerikanische Akademie für Dermatologie empfiehlt, sich stets (bei jedem Aufenthalt im Freien) vor Sonnenstrahlung zu schützen und beispielsweise Sonnenschutzmittel zu verwenden. Aufgrund dieser Gesundheitsbedenken kann das Sonnenbaden nicht zur Deckung des Vitamin-D-Bedarfs berücksichtigt werden. Es existieren bislang keine Studien, ob die Synthese von Vitamin D durch UVB ohne erhöhtes Hautkrebsrisiko möglich ist.

Nahrungsergänzungen

In Nahrungsergänzungspräparaten und angereicherten Lebensmittel liegt Vitamin D entweder als Vitamin D2 (Ergocalciferol) oder Vitamin D3 (Cholecalciferol) vor. Die beiden Substanzen entscheiden sich hinsichtlich ihrer Seitenkettenstruktur. Vitamin D2 wird durch UV-Bestrahlung von Ergosterin in Hefe produziert. Vitamin D3 stammt aus der Bestrahlung von 7-Dehydrocholesterin aus Lanolin sowie der chemischen Umwandlung von Cholesterin. Beide Formen gelten grundsätzlich als gleichermaßen effektiv zur Vorbeugung von Rachitiserkrankungen. Und tatsächlich sind die meisten Stoffwechselprozesse sowie die Wirkungsweise bei beiden Formen identisch. Beide Formen (genau wie Vitamin D aus kutaner Synthese in Lebensmittel) führen gleichermaßen zu einer Erhöhung des 25(OH)D-Spiegels im Blut. Gefestigte Schlüsse über die unterschiedliche Wirkungsweise dieser beiden Formen können nicht gezogen werden. Auch wenn beide Formen an sich ebenbürtig sind, ist doch Vitamin D2 in höheren Dosen weniger wirkungsvoll.

Die amerikanische Vereinigung der Kinderärzte (AAP) empfiehlt für voll oder teilweise gestillte Säuglinge eine Dosis von 400 IE täglich von der Geburt bis zur Entwöhnung bzw. bis die Kinder mindestens einen Liter angereicherte Milch oder Vollmilch pro Tag trinken. Ebenso sollen nicht gestillte Säuglinge, die weniger als einen Liter Säuglingsnahrung oder Vollmilch pro Tag trinken, 400 IE Vitamin D pro Tag erhalten. Die AAP empfiehlt eine Gabe von ebenfalls 400 IE Vitamin D täglich auch für ältere Kinder oder Erwachsene, die diese Menge nicht durch angereicherte Milch oder über die Nahrung aufnehmen. Diese Empfehlung (November 2008) sollte jedoch überdacht werden, da mittlerweile das Food and Nutrition Board 600 IE Vitamin D täglich für Kinder und Heranwachsende empfiehlt. (Die Empfehlung stammt vom November 2010 und betrug zuvor 200 IE/ Tag.)

Vitamin D3 hochdosiert

Die Empfehlung liegt im Moment bei 800 IE täglich. Womöglich profitieren Sie jedoch von einer wesentlich höheren Dosis.

Vitamin D ist wesentlich für die Calciumaufnahme in den Knochen, sorgt für eine gesunde Mineralisierung des Knochenapparates und beugt Rachitiserkrankungen vor, die Knochenschwund hervorrufen können. Durch die Einnahme eines Ergänzungspräparates können Sie Ihren Körper mit bis zu 5000 IE täglich unterstützen und Ihre Knochenstruktur gesunderhalten.

Große Mengen Vitamin D fördern außerdem den Stoffwechsel, sodass Sie schneller an Gewicht verlieren. Die Vermutung ist, dass das Vitamin die allgemeine Stärke Ihrer Muskeln verbessert und Sie effektiver Sport treiben können. Ihre Muskelmasse bleibt Ihnen erhalten und Sie können die Intensität Ihres Workouts leichter erhöhen. Dadurch verlieren Sie noch mehr unerwünschte Pfunde. Je kräftiger Sie werden, desto besser ist Ihr Körper in der Lage Vitamin D zu speichern und zu nutzen, was Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand zugutekommt. Hohe Tagesdosen bis 5000 IE kommen infrage, falls deutliches Übergewicht vorliegt oder andere Methoden zu Gewichtsreduzierung keinen Erfolg gebracht haben.

Wirkung von Vitamin D gegen Osteoporose

Mehr als 40 Millionen Erwachsene leiden an Osteoporose oder gelten als gefährdet. Osteoporose ist eine Krankheit, die sich durch geringe Knochendichte und strukturellen Rückgang des Knochengewebes auszeichnet. Dadurch kommt es zu einer gesteigerten Fragilität der Knochen und in der Folge zu einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche. Osteoporose wird im Allgemeinen mit einem Mangel an Calcium in Verbindung gebracht. Ein nicht gedeckter Vitamin-D-Bedarf trägt jedoch zu einer verminderten Calciumaufnahme bei. Obwohl Rachitis und Osteomalazie extreme Beispiele für die Auswirkungen eines Mangels sind, ist Osteoporose ein Beispiel für die langfristigen Folgen eines Mangels an Calcium und Vitamin D. Ein gut aufgefüllter Vitamin-D-Speicher sorgt für starke Knochen und beugt mitunter Osteoporose bei älteren Erwachsenen, bewegungsunfähigen (oder in der Bewegung eingeschränkten) Patienten, Frauen nach der Menopause sowie Patienten mit chronischen Steroid-Therapien vor.

Normales Knochengewebe bildet sich regelmäßig um. Während der Wechseljahre verändert sich das Gleichgewicht zwischen diesen Prozessen, sodass mehr Knochengewebe nicht mehr umgebildet, sonder resorbiert wird. Hormontherapien mit Östrogen und Progesteron können eine beginnende Osteoporose verzögern. Verschiedene Verbände und medizinische Vereinigungen unterstützen die die Einnahmen von Hormonersatztherapien bei Frauen mit erhöhtem Risiko für Osteoporose oder Knochenbrüchen. Betroffene Frauen sollten sich mit ihrem Arzt und/ oder ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen.

Die meisten Versuchsreihen zu Vitamin D auf die Gesundheit des Knochenapparates beinhalten die Gabe von Calcium. Daher sind Aussagen zum Nutzen eines der beiden Nährstoffe nur bedingt möglich. Bei Frauen nach den Wechseljahren und älteren Männern resultiert die Gabe von Vitamin D und Calcium in einer geringen Zunahme der Mineraldichte der Knochen im gesamten Körper. Außerdem werden Brüche bei Bewohnern von Pflegeheimen vorgebeugt. Bei allen übrigen Personen kann dieser Effekt nur bedingt festgestellt werden. Die Einnahme von Vitamin D allein scheint keinen Einfluss auf das Risiko für Knochenbrüche zu haben. Es kann auch keine Stürze bei Senioren verhindern. Eine weitverbreitete Metaanalyse, die diesen Nutzen von Vitamin D angeblich bestätigt, wurde breit und öffentlich kritisiert. Eine großangelegte Studie begleitete Frauen ab 69 Jahren im Schnitt 4,5 Jahre. Dabei zeigte sich sowohl bei einem niedrigen 25(OH)D-Spiegel (<50 nmol/L [<20 ng/ml]) als auch bei einem hohen Spiegel (≥75 nmol/L [≥30 ng/ml]) ein erhöhtes Risiko für Gebrechlichkeit. Frauen sollten sich an ihren Arzt wenden, um ihren persönlichen Bedarf an Vitamin D (und Calcium) zur unterstützenden Vorbeugung oder Behandlung von Osteoporose zu ermitteln.

Vitamin D und das Immunsystem

Viele interessante Studien wurden zur Wirkungsweise von Vitamin D (bzw. Calcitriol) auf das Immunsystem des Körpers durchgeführt. Die meisten Studien wurden anhand kultivierter Zellen (vom Körper isolierte Zelle, die in speziellen Nährlösungen heranwachsen) und anhand von Tieren - entweder mit einem schweren Vitamin-D-Mangel oder mit veränderten Genen, die Proteine ausschalten, die den Stoffwechsel von Vitamin D bzw. dessen aktive Prozesse steuern - durchgeführt.

Diese Art von Studien stellen einen wichtigen Grundsatzbeweis dar, dass Vitamin D für unser Immunsystem äußerst wichtig ist. Zusätzlich liegen die Ergebnisse zahlreicher Studien vor, die entweder einen Zusammenhang zur geschätzten Aufnahme von UV-Licht (z.B. Jahreszeit oder geografische Breite) herstellen oder zwischen dem 25-Hydroxyvitamin D-Spiegel im Blut und bestimmten Infektionen oder Beschwerden.

Aufgrund dieser Forschungen sind sich Wissenschaftler sicher, dass Vitamin D (Calcitriol) wichtig für die Stärkung unserer Immunabwehr ist. Unbekannt ist bislang allerdings, wie viel Vitamin D nötig ist, um ausreichend Calcitriol zu bilden, um das Immunsystem zu stärken. Wissenschaftler arbeiten daran, das herauszufinden.

Bestimmte B- und T-Zellen verfügen über Vitamin-D-Rezeptoren und reagieren auf Calcitriol, während einige Phagozyten 25-Hydroxyvitamin D in Calcitriol umwandeln. Das legt die Vermutung nahe, dass Phagozyten mit T- und B-Zellen durch Calcitriol kommunizieren.

Studien zu Immunzellen zeigen, dass bei Anwesenheit von Calcitriol dieses bestimmte Eigenschaften des adaptiven Immunsystems blockiert, die anderweitig zu einer Autoimmunität führen würden. Versuchsreihen mit Tieren bestätigen, dass ohne Calcitrion Immunzellen in stärkerem Ausmaße gesunde Zellen des Körpers attackieren (Autoimmunität).

Ein Mangel an Vitamin D ist nicht die einzige oder wichtigste Ursache für eine Autoimmunerkrankung. Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel trägt allerdings zu Schwächung des Immunsystems bei. Leider wissen wir derzeit noch nicht, wie viel Vitamin D nötig ist, um die Auswirkungen einer Autoimmunität auf die Gesundheit zu senken.

Vitamin D beeinflusst als Calcitriol das Immunsystem auf zwei Arten:

  • Calcitriol vermeidet ein Auslösen und Bewaffnen von T-Zellen bei Autoimmunität. T-Zellen spielen eine wichtige Rolle bei der Autoimmunität. Calcitriol verringert diese Rolle und blockiert die vermehrte Produktion der für die jeweilige Autoimmunität benötigten Helfer-T-Zellen. Durch ein Unterdrücken dieser Zellen sinkt die Fähigkeit der T-Zellen, das native Protein als Fremdkörper anzusehen, sodass weniger Killer-T-Zellen produziert werden. Mit anderen Worten, ein angemessener Vitamin-D- und Calcitriolspiegel sorgt dafür, dass sich T-Zellen nicht gegen körpereigenes Gewebe richten.
  • Calcitriol blockiert chemische Substanzen, die natürliches Gewebe abtöten. So wie es die Anzahl an T-Zellen senkt, verringert Calcitriol auch die Aktivität von B-Zellen bei der Produktion von chemischen Substanzen, die natürliches Gewebe zerstören. Die Antikörperreaktion gegen Eigengewebe des Körpers wird herabgesetzt und die Reaktion blockiert. Zum Beispiel wird angenommen, dass sich eine verminderte Zerstörung der Betazellen der Bauchspeicheldrüse, die Ursache von Typ-1-Diabetes, ergibt, wenn ausreichende Mengen an Vitamin D und Calcitriol vorhanden sind.

Vitamin D und Depression

Anscheinend gibt es eine Verbindung zwischen Vitamin D und Depression. Leider ist dieser Bereich bislang kaum erforscht. Die Oregon State University hat in einer Studie jedoch eine Verbindung bei jungen und ansonsten gesunden Frauen gefunden. Die Forscher rekrutierten 185 Collegestudentinnen zwischen 18 und 25 Jahren für eine Studie, die sie zu verschiedenen Zeiten innerhalb des Schuljahres begleitete. Der Vitamin-D-Spiegel wurde durch Bluttests ermittelt. Alle Teilnehmerinnen füllten außerdem fünf Wochen lang einmal wöchentlich einen Fragebogen zu Symptomen aus, die auf eine Depression hinweisen.

Die Wissenschaftler berichteten, dass viele der jungen Frauen einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel aufwiesen. Oftmals lag er unterhalb der Werte, die als gesund angesehen werden. 61 Prozent der farbigen Frauen hatten einen zu niedrigen Spiegel und 35 Prozent der weißen Frauen. Die Spiegel aller Teilnehmerinnen schwankten im Verlauf des Jahres und waren wie erwartet im Winter am niedrigsten. Die Spiegel stiegen im Frühjahr an und fielen im Herbst wieder ab. Mehr als ein Drittel der Frauen berichteten jede Woche von klinisch relevanten Symptomen für Depression.

Je niedriger der Vitamin-D-Spiegel der Frauen, desto eher berichteten sie von klinisch relevanten Anzeichen für eine Depression im Laufe der fünfwöchigen Studie - selbst nachdem Wissenschaftler andere Faktoren wie Jahreszeit, Aktivitätsgrad oder Aufenthalt im Freien herausrechneten. Dennoch wiesen die Forscher darauf hin, dass ihre Ergebnisse nicht als Schluss gewertet werden dürften, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel Depressionen hervorruft. Der nächste Schritt wäre eine klinische Studie, um zu ermitteln, ob die Gabe von Vitamin D einer Depression vorbeugen oder diese lindern kann.

Die Wissenschaftler vermuten, dass Menschen mit zu wenig Vitamin D ein höheres Risiko haben, Depressionen zu entwickeln, da das Vit

Passende Produkte:

Vitamin D3 Kapseln - hochdosiert mit 5.000 I.E.
Vitamin D3 Kapseln - hochdosiert mit 5.000 I.E.
Vitamin D hochdosiert für ein normales Immunsystem, gesunde Knochen und Herz.
Vitamin D3 Tropfen 5.000 I.E., hochdosiert
Vitamin D3 Tropfen 5.000 I.E., hochdosiert
Die Vitamin D Tropfen sind wie flüssiger Sonnenschein, die unsere Stimmungslage, Vitalität und Knochengesundheit beeinflussen.
Vitamin D Bluttest
Vitamin D Bluttest
Labortest zur Feststellung eines Vitamin D Mangels
Immuno Plus mit Vitamin C und Vitamin D
Immuno Plus mit Vitamin C und Vitamin D
Geben Sie der Grippewelle keine Chance!

Diese beiträge könnten sie auch interessieren:

Hoher Cortisolspiegel: Wie Stress Sie krank macht
Chronischer Stress führt zu einem erhöhten Cortisolspiegel, infolgedessen sich mentale, emotionale ...
Natürliche Heilmethoden für das Hashimoto-Syndrom
Dieser Artikel stellt Ihnen die wichtigsten natürlichen Methoden zur Behandlung des Hashimoto-Syndroms ...
Die Nebennierenschwäche | SYMPTOME| Adrenal Fatigue
Das Tempo, mit dem das moderne Leben einhergeht, ist manchmal überwältigend. Fühlen Sie ...
Telomere als Ursache für Alterung und Krebs?
In den Zellkernen unserer Zelle befinden sich unsere Gene, die entlang verdrehter, doppelsträngiger ...

Leserkommentare

Zu diesem Beitrag gibt es noch keine Leserkommentare. Schreiben Sie den ersten!